Supply Chain Security und Supply Chain Risk Management

Sichere Lieferketten als Wettbewerbsvorteil

Bei globalen Lieferketten werden die Aspekte „Sicherheit“ und „Risiko-Management“ immer wichtiger. Ziel ist es für Unternehmen, die bestehenden Risiken soweit wie möglich zu minimieren und die die eigenen Supply Chains abzusichern.

Hauptproblempunkte sind mangelnde Transparenz und Zuverlässigkeit. Die häufigsten Ursachen sind dabei

  • unzureichende Integration der Lieferpartner in die Supply Chain,
  • keine zuverlässigen und lückenlose Methoden, um die Waren exakt zurückzuverfolgen, sowie
  • fehlende Reserven, wie beispielsweise Sicherheitsbestände oder Puffer in der Durchlaufzeit, hervorgerufen durch kontinuierliche Einsparungen im Rahmen von Lean Management Maßnahmen.

Aktive Supply Chain Security und Supply Chain Risk Management führen zu mehr Effizienz und Sicherheit in den Lieferketten und somit zu entscheidenden Vorteilen im Wettbewerb. Erhöhte Transparenz führt dabei zu einer deutlichen Reduzierung der laufenden Kosten insbesondere durch

  • geringere Bestände,
  • mehr Kundennähe durch sichere Partner in der Versorgungskette,
  • bessere Lieferantenkontrolle,
  • die Reduzierung von Komplexitäten und
  • das Schließen von Lücken und Aufheben von Schwachstellen.

Zusätzliche ungeplante Kosten durch öffentliche Rückrufaktionen, Haftungszahlungen oder Containerinspektionen lassen sich unter anderem durch sofortiges, zuverlässiges Zuordnen aller Lieferungen vermeiden.

Ungewünschte Geschäftsunterbrechungen, beispielsweise durch Entzug von Import- oder Export-Lizenzen, sind ausgeschlossen, da sämtliche geforderte Sicherheitsauflagen erfüllt werden.

Rechtliche Rahmenbedingungen

Eine Vielfalt von Verordnungen und Vorschriften versucht den weltweiten Warentransport zu regulieren und sicherer zu machen. Der Fokus liegt dabei auf Terrorismusbekämpfung, Eindämmen von Betrug und Diebstahl sowie Warensicherheit.

Einige Beispiele:

  • ISO 28000 – Sicherung und vollkommene Dokumentation der End-to-End Supply Chain inkl. Zertifizierung.
    Bei Nichtbeachtung: Geld- und Haftstrafen für das Management
  • EU Verordnung 178 – Vollkommene Produktrückverfolgbarkeit in den Bereichen Lebensmittel, Tiernahrung, Pharma etc.
  • Customs – Trade Partnership Against Terrorism (C-TPAT) – Sicherung der Container-Importe in die USA
    Bei Nichteinhaltung: Verzögerungen, Ablehnung und zusätzliche Kosten der Importe in die USA
  • Bioterrorism Act der FDA (Food and Drug Administration) – Sicherung der Lebensmittel-Kette in die USA
    Bei Nichteinhaltung: Import-Verbot in die USA
  • Sarbanes Oxley Act der SEC (Securities and Exchange Commission) – Sicherung der operativen Abläufe in Unternehmen, die an der Börse in USA gelistet sind inklusive aller Beteiligungen weltweit.
    Bei Nichtbeachtung drohen auch Haftstrafen für das Management. Im Grunde betrifft diese Regelung alle Unternehmen, die am Kapitalmarkt teilnehmen wollen.
  • Third Party Liabilities – Steigendes Haftungsrisiko gegenüber Dritten in USA, Europa und Asien
    Bei Nichtbeachtung droht Existenzgefährdung.

Risiken bei Nichtbeachtung

Unternehmen, die den Sicherheitsaspekt in ihren Lieferketten vernachlässigen, riskieren unter anderem

  • keine Kredite mehr zu erhalten,
  • im ‚worst case’ ganz als Teilnehmer am Kapitalmarkt auszuscheiden,
  • den Markt in USA und der EU nicht mehr bedienen zu können oder nicht als Vorlieferant berücksichtigt zu werden und
  • höchstes Haftungsrisiko für das beteiligte Management einzugehen.
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