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Unterstützung für die Massendatenhaltung

Perspektiven der Migration von SAP S/4HANA im Unternehmen

Interview mit Thomas Popp, Geschäftsführender Gesellschafter der Q2factory GmbH

 

DIALOG: Herr Popp, viele Untenehmen sehen in der Migration zu SAP S/4HANA nur eine weitere, komplexe Aufgabe auf der To-do-Liste des CIO. Teilen Sie diese Einschätzung?

Thomas Popp: Absolut nicht. Sicherlich ist der CIO der klassische erste, aber in diesem Fall nicht der einzige Verantwortliche für diese Aufgabe. Denn das Potenzial von S/4HANA liegt nicht nur in technologischen Verbesserungen der IT-Infrastruktur – die deutlich veränderten Systemmöglichkeiten bedeuten nichts weniger als einen Paradigmenwechsel für die fachbereichsübergreifende Gestaltung der Geschäftsprozesse, also für die Kommunikations- und Entscheidungswege vom einzelnen Mitarbeiter bis hoch zum Vorstand. Für den CIO ist das weniger eine Pflichtaufgabe als vielmehr eine neue Perspektive für seine Rolle und seinen Gestaltungsspielraum, denn die seit jeher vom Business getriebene IT hat nun erstmals die Chance, umgekehrt das Business zu treiben. Genau genommen ist das im Zeitalter von Industrie 4.0 und IoT sogar seine Pflicht. Somit liegt eher die Herausforderung für das Business darin, die neuen Möglichkeiten der IT zu verstehen und daraus neue Geschäftsszenarien zu designen.


DIALOG: Welche Herausforderungen in den IT-Systemlandschaften der Industrie kann SAP S/4HANA lösen?

TP: Vor allem solche, die eine direktere Lösung der Anforderungen des operativen Geschäfts ermöglichen. In den vergangenen Jahrzehnten hinkte die IT ja fast immer hinter den industriellen Anforderungen hinterher, u.a. da prozessuale und funktionale Anforderungen aus den jeweiligen Fachbereichen häufig deutlich größer waren, als die Software diese erfüllen konnte. Die Systemlandschaften wurden immer komplexer und aufwendiger zu administrieren. Wo Customizing nicht mehr ausreichte, schufen viele Unternehmen individuelle Zusatzentwicklungen.

All diese Komponenten mussten teilweise sehr aufwendig integriert werden. Daraus entstand das Problem der redundanten Datenhaltung mit Datenreplikationen über die gesamte Systemlandschaft hinweg, etwa um Kundenstammdaten im ERP- und CRM-System zu synchronisieren und nur einmal zu erfassen. Diese aufwendige und fehleranfällige Vorgehensweise wird mit S/4HANA zum Beispiel aus der Welt geschafft. Zudem ist S/4HANA den heutigen Anforderungen von Mobile-Anwendungen und der Massendatenhaltung gewachsen, die zum Beispiel Szenarien für das IIoT (Industrial Internet of Things) mit detaillierten Sensorendaten oder die Social-Web-Kanäle des Unternehmens rund um die Uhr generieren.


DIALOG: Was sollten Unternehmen beachten, die Geschäftsmodelle in Richtung IIoT entwickeln wollen?

TP: Sie sollten vor allem die Welt durch die „Brille“ ihrer Kunden wahrnehmen – bzw. durch die ihrer Maschinen und Anlagen. Mit einfachen IIoT-Devices lässt sich deren Laufleistung überwachen, was eine vorausschauende Wartung erlaubt. Ein Anwendungsszenario ist etwa, dass HANA mit Integration in das ERP-Szenario alle IoT-Massendaten überwacht und Wartungsaufträge aus einer Handy-App heraus anstößt. Deren Auswertung kann aber auch mit einer automatischen Verlinkung zum Kundenauftrag oder zur Seriennummer gekoppelt werden, was wiederum Geschäftsmodelle eröffnet, in deren Mittelpunkt nicht die Maschine bzw. das Produkt selbst, sondern dessen Nutzung steht. Ebenso kann man mit S/4HANA ein Dashboard erstellen, das alle Twitter-Sentiments über die eigene Firma nach Kundensegmenten gruppiert anzeigt. Für einen Marketing-Manager ist so etwas Gold wert.

Über die Q2factory GmbH


Q2factory ist ein unabhängiges, mittelständisches IT-Beratungshaus in Privatbesitz, das von seinen Gründern und Gesellschaftern geführt wird. Q2factory unterstützt seit mehr als 20 Jahren Unternehmen fachkundig und zuverlässig bei der Bewertung und Steuerung des strategischen und operativen Geschäfts sowie bei der Umsetzung betriebswirtschaftlicher Anforderungen. Die Leistungen von Q2factory umfassen die Strategieberatung, Umsetzung von Prozessen und eine prozessübergreifende Anwendungsberatung für SAP-Produkte. Weitere Informationen unter www.q2factory.de