Case Study
Arbeiter an einer Fertigungsstraße

Quality Excellence 

Qualität ist nicht verhandelbar

Ob in der Automobilwirtschaft, dem Maschinenbau, der Investitions- oder Konsumgüterindustrie: branchenübergreifend gilt die zunehmende Komplexität in allen Bereichen der Wertschöpfungskette als „Qualitätsfeind Nr. 1“. Technologische Innovationen des Industrial Internet of Things (IIoT) eröffnen nun viele Chancen, um Qualität neu zu definieren und sich als Qualitäts-Champion mit exzellenten statt hohen Qualitätsleistungen zu positionieren. Doch dazu müssen auch Standardmethoden, etwa zur Qualitätssicherung, hinterfragt und modifiziert werden. Erfolgsentscheidend ist die richtige Kombination aus bewährten Maßnahmen und neuen Instrumenten. 

Herausforderung

Qualität ist bei aller Komplexität nicht verhandelbar. Um das Qualitätsmanagement auf ein neues Leistungsniveau zu bringen, sollte die richtige Kombination aus bewährten Maßnahmen und neuen Technologien gefunden werden.

MEHR

ROI Lösungsansatz

ROI stellt das komplette Qualitätsmanagement von F&E bis zum Kundenservice auf den Prüfstand. Mit Technologien zur Datenanalytik, Automatisierungsanwendungen oder zur Fernwartung entwickeln wir den Qualitätsgrad von Produkten und Serviceleistungen kontinuierlich weiter.

MEHR

Lessons learned

Kein Bereich, kein Prozess und keine Schraube sind im Wertschöpfungsprozess immun gegen Qualitätsprobleme. Ein reaktives und ein präventives Qualitätsmanagement schaffen die Grundlage für Verbesserungen.

MEHR

Erfolgsmodell von ROI

Mit dem Lean Supply Chain Management-Ansatz von ROI können Unternehmen sich in Punkto Qualität in vielerlei Hinsicht weiterentwickeln: Kunden- und Wertschöpfungsorientierung oder eine 0-Fehler-Kultur sind dabei wichtige Erfolgsfaktoren.

MEHR

Qualitätsprobleme sind tückisch: Bleiben sie unentdeckt oder ignoriert man sie, kosten sie bereits viel Geld – um bis zu 40 Prozent können die mit ihnen direkt verbundenen Kosten schnell ansteigen, wenn man die Ursachen für ihre Zunahme nicht erkennt und behebt. Treten sie direkt offen auf, wird es ebenfalls teuer; im schlimmsten Fall steht die Existenz des Unternehmens auf dem Spiel. Um das Qualitätsdilemma in den Griff zu bekommen, muss die gesamte Wertschöpfungskette auf den Prüfstand. Eine zentrale Herausforderung hierbei: Wie integriert man bewährte Methoden – etwa in der vernetzten „Fabrik der Zukunft“ – erfolgreich mit neuen Qualitätsmanagement-Ansätzen?

Qualitätsmanagement über 360 Grad 

Kein Bereich, kein Prozess und keine Schraube sind im Wertschöpfungsprozess immun gegen Qualitätsprobleme. Um diese aufzuspüren, haben sich zwei Ansätze im Qualitätsmanagement bewährt, der präventive und reaktive Ansatz. 

Präventives Qualitätsmanagement

Von der Entwicklung eines Produktes bis zu dessen Einsatz beim Kunden sollten Fertigungsunternehmen mit einem 360-Grad Blick alle Risikofelder kontinuierlich überprüfen: Werden alle Qualitätskriterien bei der Entwicklung berücksichtigt? Hat man hier bereits Design-, Logistik- oder Vertriebsprozesse mit im Blick, die sich auf die Qualitätsergebnisse auswirken? Sind die Qualitätsanforderungen an Prozesse, Teile und Komponenten über die gesamte Herstellungs- und Lieferkette hinweg erfüllt? Dabei spielen zudem ein genaues Kundenverständnis, hochentwickelte Validierungsmöglichkeiten sowie ein konsequentes Reifegradmanagement wichtige Rollen. 

Reaktives Qualitätsmanagement

Die Qualitätsverantwortung eines Unternehmens endet im Idealfall nicht bei der Auslieferung des Produktes an den Kunden. Stattdessen sollte man eben reaktiv mit Reparatur- und Serviceangeboten dafür sorgen, dass Kunden zufrieden sind, Fehler rechtzeitig abgestellt werden und das Produkt entsprechend kontinuierlich verbessert wird. Genau dies ist ein erster, idealer Ansatzpunkt für den Einsatz technischer Innovationen: Zum Beispiel lassen sich mit Smart Products Frühwarnsysteme verbessern bzw. neu einrichten und mit RFID-Tracking und Datenanalytik die Ursachen von Qualitätsproblemen ermitteln.

Qualitätsniveau heben 

Doch natürlich muss es auch darum gehen, das Qualitätsniveau kontinuierlich zu verbessern. Hier kommen nun neue Technologien zum Einsatz, etwa zur Datenanalytik, für Automatisierungsanwendungen oder neue Formen zur Kundeninteraktion. Hierbei sollten sich Unternehmen zum Beispiel auf zukünftige Herausforderungen wie die Standardisierung von Entwicklungsprozessen und Produkten auf Modul-, Baugruppen- und Einzelteilebene konzentrieren. Ebenso wichtig sind die Priorisierung und Effizienz im Projektablauf sowie der Aufbau einer wertstromorientierten Organisation. Zwei Instrumente können hierbei sehr effektiv sein: Tools zum direkten Kundenfeedback sowie zur Ferndiagnose und Wartung von Produkten.

Community-Feedback in Echtzeit

Profis im Qualitätsmanagement binden ihre Kunden ein, um Qualitätsthemen schnellstmöglich zu erkennen und zu lösen. Über einen „Social Media Radar“ lässt sich zum Beispiel ein Monitoring zu Meinungsäußerungen von Kunden über die eigenen Produkte im Web einrichten. Kommt es zu Beschwerden, kann das Unternehmen darauf direkt über ein „Rapid Response Team“ im Kundendienst reagieren. Ein solcher Radar verbessert aber auch die Ursachenanalyse bei Qualitätsproblemen. Denn bestimmte Fehler können mit ähnlichen externen Einflüssen (z. B. Wetter) oder Marktspezifika (z. B. Nutzung des Produktes durch eine Kundengruppe) verbunden sein, was nicht immer auf den ersten Blick erkennbar ist. 

Ferndiagnose und Wartung

Bereits heute setzen Unternehmen Smart Products bzw. Sensoren ein, um Maschinen in der Fertigung oder Fahrzeuge im Logistiknetzwerk permanent zu überwachen. Aus den gewonnenen Informationen lassen sich u. a. Korrelationsmuster ableiten, die bevorstehende Fehlfunktionen vorhersagen und so eine präventive Reaktion ermöglichen. Das reduziert bzw. verhindert teure Ausfallzeiten und einen unnötigen Einsatz von Servicepersonal. Diese Variante des Qualitäts-Monitorings gewinnt auch insofern an Bedeutung, dass der Anteil von Software in Produkten, aber auch Maschinen und Transportfahrzeugen stetig zunimmt. Auch hier können also Service-Einsätze effektiver ausfallen, da Probleme frühzeitig erkannt, behoben und analysiert werden.

Lean Supply Chain Management von ROI

Neben den geschilderten Ansatzpunkten gibt es natürlich viele weitere, praxiserprobte Wege, um die Effektivität des Qualitätsmanagements zu erhöhen und Innovationen zum größtmöglichen Nutzen zu implementieren. Besonders hilfreich sind dabei schlanke Wertschöpfungsketten, wie sie ROI mit einem Lean Supply Chain Management-Ansatz in zahlreichen Projekten realisiert hat. Dieser beruht u. a. auf den folgenden Punkten:

  • Kundenorientierung: Konsequente Ausrichtung des Gesamtsystems an den Wünschen der externen und internen Kunden, Realisierung des Kundentaktes
  • Wertschöpfungsorientierung: Vermeidung aller als Verschwendung einzustufenden Aktivitäten
  • 0-Fehler: durch kontinuierliche Verbesserung das Ideal fehlerfreier Prozesse schrittweise erreichen und die zunehmende Komplexität beherrschen
  • Standardisierung und Visualisierung: Standards definieren und visualisieren als Basis für kontinuierliche Verbesserung
  • Führung vor Ort: Prinzipien für Führungskräfte, um Führungsqualität zu verbessern und Fähigkeiten der Mitarbeiter optimal zu nutzen
  • Performance Management: Auswahl der richtigen Kennzahlen, laufende Messung, Aufbau geschlossener Regelkreise

Dabei gilt stets: Qualität ist bei aller Komplexität nicht verhandelbar. Um nicht nur hohe, sondern exzellente Qualitätsstandards zu erfüllen, sollten Maßnahmen wie die beschriebenen Ansatzpunkte allerdings auch innerhalb der Organisation verankert werden, etwa mit Leistungskennzahlen für Fachabteilungen oder festen Quality-Gates in F&E und Produktion. ROI ist auf diesem Weg zur Qualitätsexzellenz der richtige Partner.