Messung und Bewertung der Digitalisierungs-Reifegrade

Technologien und Methoden, die auf dem Internet der Dinge (IoT) basieren, unterstützen auf Basis von Echtzeitdaten die Planung, Umsetzung und Optimierung von Produktions- und Kommunikationsprozessen. Sie bilden zudem die Voraussetzungen, um flexible, agile und dezentral gesteuerte Entscheidungs- und Organisationsprozesse zu initiieren und weite Teile der Logistik und Produktion​​​​​​​ zu automatisieren. Gleichzeitig sind effektiv eingesetzte Industrie 4.0- und IoT-Technologien ein wichtiger Treiber neuer Geschäftsmodelle, Produkte und Services und damit ein Kernelement der digitalen Transformation.

Den Ausgangspunkt für eine nachhaltige und realisierbare IoT- und Industrie 4.0-Strategie bildet ein vollständiger und objektiver Blick auf die im Unternehmen vorhandenen Potenziale und Umsetzungshürden im Hinblick auf die industrielle Digitalisierung. In der Praxis hat sich dabei insbesondere eine systematische Reifegradanalyse bewährt. Die Methode sorgt für Transparenz und ermöglicht es, die Ausgangssituation strukturiert zu bewerten, Ideen zu sammeln sowie Verbesserungs- und Entwicklungsansätze abzuleiten. Dabei werden auch Handlungsfelder priorisiert und eine erste Roadmap mit konkreten Umsetzungsmaßnahmen erstellt.

Als generelle Heuristik dient dabei die IoT-Pyramide, die aufeinander aufbauende Stufen der Digitalisierung abbildet und als Bezugsrahmen sowohl für die Reifegradbetrachtung als auch für die Ableitung der individuellen IoT-Roadmap dient. Die IoT-Pyramide fungiert auch als methodische Grundlage des von ROI entwickelten IoT-Scans.

Basierend auf mehreren hundert Projekten, industrieübergreifenden Benchmarks sowie umfassender Technologie- und Organisationsexpertise hat ROI mit dem IoT-Scan ein methodisch und didaktisch fundiertes Instrument zur Messung des IoT-Reifegrades von Unternehmen entwickelt.

Der IoT-Scan betrachtet die vom Unternehmen selbst beeinflussbaren Gestaltungsfelder aus den Bereichen Aufbauorganisation, IT-Landschaft, Unternehmenskultur und Prozessressourcen. Der IoT-Scan bezieht sich dabei auf die Fähigkeiten, die notwendig sind, um in jedem einzelnen Bereich Schritte in Richtung eines höheren IoT-Reifegrades zu unternehmen.

Betrachtet werden dabei einerseits die für die Transformation relevanten Verantwortungsbereiche wie Controlling, Einkauf, Entwicklung, Instandhaltung, Logistik, Produktion, Qualität, Supply Chain, Vertrieb oder Werksplanung. Andererseits die verfügbaren materiellen Ressourcen und Fähigkeiten wie Erfahrungswissen, Systemdenken, interdisziplinäres Denken, datenbasiertes Lernen, datenbasiertes Entscheiden, Datenschnittstellen oder Datenvorverarbeitung. Der IoT-Scan ist modular aufgebaut und kann durch Vorselektion relevanter Variablen optimal auf die individuelle Unternehmenssituation angepasst werden.

Die Durchführung des IoT-Scans erfolgt in drei Phasen

  1. Im ersten Schritt wird der Reifegrad gemäß der aktuellen Industrie 4.0-Entwicklungsstufe bestimmt. Dabei kommt ein Methodenmix zum Einsatz, der u. a. Workshops, Betriebsbegehungen und Fragebogenauswertungen beinhaltet. Die Bewertungen einzelner Prozesse werden so aggregiert, dass valide Aussagen über den IoT-Reifegrad sowohl einzelner Bereiche als auch des Gesamtunternehmens schnell bereitgestellt werden können.

  2. Darauf aufbauend erfolgt anhand von externen und internen Best Practices und der Analyseergebnisse der ersten Phase die Bestimmung der innerhalb der IoT-Pyramide zu erreichenden Entwicklungsstufen. Dazu werden gemeinsam mit externen Experten und den Verantwortlichen der relevanten Unternehmensbereiche die Ist- und Soll-Fähigkeiten definiert und priorisiert.

  3. In der dritten Phase wird schließlich eine erste Roadmap mit nach Nutzen vs. Aufwand und Komplexität priorisierten Handlungsfeldern erstellt und mit der Gesamtstrategie des Unternehmens in Einklang gebracht. Daraus werden die einzelnen Maßnahmen abgeleitet, so dass die Basis für einen schrittweise erfolgenden Aufbau der unternehmerischen Fähigkeiten entsteht.

Das Halbleiterwerk Reutlingen der Robert Bosch GmbH hat eine durchgängig vernetzte Fertigung realisiert und nutzt Big Data, um die Effizienz der Produktion zu steigern. Für seine Digitalisierungslösung wurde das Werk mit dem „5. Industrie 4.0 Award“ der Fachzeitung Produktion und der Unternehmensberatung ROI Management Consulting AG ausgezeichnet.
Impressionen vom „5. Fachkongress Industrie 4.0“, ein Event von ROI, PRODUKTION und SV Veranstaltungen am 21. und 22. November 2017 in der Gartenhalle der Messe Karlsruhe. Hochkarätige Vorträge aus allen Sparten der verarbeitenden Industrie sowie Keynotes aus Wissenschaft und Forschung lieferten Orientierungspunkte und Entscheidungshilfen für Industrie 4.0-Projekte.
„Die Liste der in den vergangenen Jahren nominierten Projekte liest sich wie ein exzellentes Praxis-Handbuch für eine erfolgreiche und nachhaltige digitale Transformation in der Industrie“, sagt Hans-Georg Scheibe, ROI-Vorstand und Initiator des Awards. „Die Gewinner, die in ihren Branchen zu den besonders visionären und konsequenten Modernisierern gehören, zeichnen mit ihren Projekten die Marschroute der Digitalisierung auf.
Industrie 4.0 / IoT (Internet of Things) - unter Berücksichtigung von Lean-Prinzipien - erfolgreich einführen wird in der Lernfabrik "Lean Fabrika" trainiert. Die Unternehmensberatung ROI Management Consulting AG gehört zu den anerkannten Experten im Bereich der digitalen Transformation.
Schlanke Produktion zum Anfassen - gibt es in der Lernfabrik der Unternehmensberatung ROI. Die Lean Fabrika bei Prag wurde im Herbst 2013 eröffnet und bietet seitdem offene und individuelle Schulungen und Trainingsprogramme für Unternehmen.

Case Study

Zwei Männer vor einem Computer
©Alessandro Romagnoli/shutterstock.com

End-to-End-Digitalisierung

Mit einem weltweit vertretenen Betten-Hersteller realisierte ROI ein Projekt zur „End-to-End-Digitalisierung“, das alle relevanten Stationen der Wertschöpfung berücksichtigte: vom Kundenerlebnis über die Bestellung bis hin zur Fertigung und Logistik.

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Bild eines Monitors der das Haus steuert
©zhu difeng/shutterstock.com

Transformation durch Smart Products Entwicklung

Bei einem Hersteller von Haushaltsgeräten verbuchte eine starke Entwicklungsmannschaft solide Erfolge. Doch jetzt wollen die Kunden im „Smart Home“ Küchenmaschinen, Kühlschränke und Mixer vernetzen. ROI etablierte ein „I-Team“ mit dem frischen Blick von „Digital Natives“ und begleitete den internen Change.

Case Study

Mann vor einem Laptop mit Digital Twin am Bildschirm
©FERNANDO BLANCO CALZADA/shutterstock.com

Aufbau eines Digital Twins zur Steigerung von Qualität und Produktivität

In einer Fertigungsanlage für Armaturentafeln verbesserte ein Automobilzulieferer die Transparenz von Arbeits- und Organisationsprozessen.

Mit einem „Digital Process Twin“ von ROI senkte das Unternehmen die Ausschussrate und machte Verbesserungspotenziale in seinen Wertschöpfungsnetzwerken sichtbar.

Case Study

Zwei sitzende Frauen klatschen
Lean Digital Manager ©S_L/shutterstock.com

Lean Digital Manager

Das ROI Zertifizierungsprogramm zum „Lean Digital Manager“ zeigt, wie eine Digitalisierung der schlanken Produktion funktioniert. Dazu kombiniert es Lean Management Strategien mit Technologien der Industrie 4.0.