Exzellenz im Engineering

Was macht Engineering exzellent?

Engineering-Wertschöpfungsketten mit herausragenden Leistungen

Exzellentes Engineering zeichnet sich durch Leistungen aus, die durch ihren Innovationsgrad, Komplexität, Leistungsniveau und Wert für die Kunden herausstechen. Derartige Leistungen fordern von Engineering-Organisationen Best-Practice auf drei Gebieten:

KNOW-HOW – tiefes technisches Know-how und Umsetzungsstärke,

VALUE – enge Partnerschaft mit Stakeholdern,

CULTURE – innovationsorientierte Organisations- und Mitarbeiterkultur.


Tiefes technisches Know-how und Umsetzungsstärke

  • Verstehen der Technologie
  • Fokus auf Wechselwirkungen und Management der System-Schnittstellen
  • Sicherstellen der Systemintegration
  • Hohe Projektmanagementkompetenz

Aufbauend auf einem profunden Verständnis der Technologien für einzelne Systembestandteile legt exzellentes Engineering besonderes Augenmerk auf den Systemaspekt der Produkte. Unter Beachtung möglicher nichtlinearer Wechselwirkungen zwischen den Systemelementen sind Schnittstellen zu managen und ein ausgeprägter Fokus auf die Systemintegration zu legen. Der ausgeweitete Systemcharakter „smarter“ Produkte stellt das Engineering vor besondere Herausforderungen. Nicht zuletzt bedarf es Best-Practice-Lösungen im Projektmanagement, um auch bei Time-to-Market und Kosten exzellent zu sein. 


Enge Partnerschaft mit Stakeholdern

  • Agiles Management von Produktanforderungen
  • F&E-Kooperationen und Open Innovation
  • Management von Chancen und Risiken
  • Fokus auf den Business Value

Value bedeutet Nutzengenerierung für die Stakeholder des Unternehmens, allen voran für die Kunden. Exzellentes Engineering operiert nahe an den Stakeholder und ist in der Lage, Anforderungen und Lösungen in agilen Feed-back Schleifen (Minimum Viable Products, kurze Design-Build-Test-Cycles …) zur Deckung zu bringen. 

Spitzenleistungen im Engineering werden immer weniger die Leistung der Engineering-Abteilung eines einzigen Unternehmens sein, sondern werden sich verstärkt aus der Vernetzung mit externen Best-Practice-Quellen entwickeln. Diese Quellen betreffen sowohl technische Expertise (F&E-Kooperationen) als auch die Markt- und Produktnutzenexpertise (Open Innovation). 

Außergewöhnliche Innovationen bauen typischerweise auf unplanbaren kreativen Ideen auf, von denen sich viele als nicht erfolgreich herausstellen. Exzellentes Engineering begreift diese Unsicherheit jedoch nicht primär als Risiko, sondern als Grundlage für die Entwicklung von Innovationen. Mit dem Blick auf den Optionscharakter fördert exzellentes Engineering die Verfolgung neuer noch unbekannter Wege. Hypothesentests (für Anforderungen und Produktkonzepte) und Entscheidungspunkte werden dort in der Engineering-Wertkette positioniert, wo der Erkenntnisgewinn für die Selektion erfolgreicher Entwicklungspfade am größten ist. 

Schließlich ist exzellentes Engineering auf den ökonomischen Erfolg der Engineeringleistungen fokussiert. Die ökonomische Bewertung erfolgt unter Risikoaspekten (Optionsbewertung) und unter Berücksichtigung von Opportunitätskosten (z. B. Cost of Delay), die von herkömmlichen Ergebnisrechnungen nicht erfasst werden.


Innovationsorientierte Organisations- und Mitarbeiterkultur

Engineering-Organisationen, die nachhaltig exzellente Leistungen erbringen, verfügen in besonderer Weise über

  • Leadership,
  • Ownership und Accountability,
  • kritisches Denken,
  • richtige Personen am richtigen Ort,
  • Lernfähigkeit der Organisation.

Best-Practice Leadership fokussiert die Organisation auf erfolgskritische Aspekte, entwickelt Mitarbeiter und fördert Innovation und Lernen. Die erfolgreiche Zusammenarbeit in innovativen und komplexen Vorhaben stellt hohe Anforderungen an die einzelnen Mitarbeiter hinsichtlich Ownership und Accountability für die zu erbringenden Leistungen. Integrität und Vertrauen bilden in exzellenten Engineeringorganisationen dafür das Fundament. Exzellente Unternehmen entwickeln eine Kultur, die kritisches Denken im Sinne von Infragestellen bisheriger Lösungsansätze und permanenter Suche nach unkonventionellen Lösungen ermöglicht und fördert. Die hohen Anforderungen an die Mitarbeiter bedeuten auch für die Mitarbeiterauswahl, dass Mitarbeiter neben der fachlichen Expertise auch persönlich die Motivation und das Interesse für Spitzenleistungen aufweisen müssen. Nachhaltig exzellent ist Engineering dann, wenn die Organisation als lernfähige Organisation permanent ihren Wissensstand vermehrt, aus Fehlern lernt und Veränderungen nutzt.

Wie wird Engineering zur Exzellenz geführt? 

Management-Modell für Engineering-Exzellenz

ROI hat mit dem Engineering-Exzellenz-System ein Management-Modell entwickelt, dessen Systemelemente in ihrem Zusammenwirken die Engineering-Wertschöpfungskette konsequent auf Best-Practice in Know-how, Wertgenerierung und Kultur ausrichten.

In diesem Exzellenzsystem werden der Engineering-Organisation eine Vielzahl flexibel einsetzbarer Best-Practice-Bausteine zur Verfügung gestellt, die durch einen Management-Rahmen in den Dimensionen 

  • F&E-Mission und -Strategie,
  • Performance Measurement,
  • Transfer von Best-Practices,
  • Methoden und Werkzeuge,
  • Exzellenz-Programmmanagement 

in eine Ordnung gebracht und zusammengehalten werden.

Beispiele für Best-Practice-Bausteine sind

Wie wird das Engineering-Exzellenz-System eingeführt?

Engineering-Excellence-Cycle

Die Einführung des Engineering-Excellence-Systems folgt einem 5-stufigen Engineering-Excellence-Cycle, der mehrmals durchlaufen wird, bis der Zielreifegrad erreicht wird:

  • Bewertung des Engineering Excellence Reifegrades
  • Definition der Excellence-Roadmap
  • Vorgabe der Zyklus-Ziele und Erstellung des Maßnahmenplans
  • Maßnahmendurchführung
  • Monitoring der Zielerreichung

Die Bewertung des Exzellenz-Reifegrades erfolgt über einen standardisierten Maturity-Scan nach den Dimensionen des Excellence-Management-Modells. Entsprechend dem aktuellen Reifegrad der Organisation werden die Roadmap und der im nächsten Zyklus zu erreichende Zustand festgelegt. Die Maßnahmendurchführung wird konsequent einem Monitoring unterzogen und die Erreichung des angestrebten Reifegrades überprüft. Im Durchlauf der Zyklen werden die Methoden und Tools eingeführt, geschult und angewendet. Bei Transfer und Implementierung setzen wir auf performance-orientiertes Programmmanagement. Konsequentes Change Management fördert die Entstehung einer nachhaltigen Exzellenz-Kultur.