Beratung globaler F&E-Footprint

Das klassische Modell einer zentralen Entwicklungsorganisation verliert in einer vernetzten Welt an Bedeutung – dagegen tritt der globale Zugang zu Know-how- und Personalressourcen in den Vordergrund. Allerdings ist die langfristig erfolgreiche Gestaltung eines internationalen Entwicklungsnetzwerks – des F&E Footprints – eine besonders anspruchsvolle Managementaufgabe, die mehrere Themenfelder umfasst. So gilt es insbesondere die strategischen Ziele für das globale F&E-Netzwerk festzulegen, Rollenmodelle für Entwicklungsstandorte zu definieren, Kooperationsmodelle für verteilte Entwicklungsstrukturen zu schaffen und globale Governance-Strukturen aufzubauen. Darüber hinaus sind eine effiziente Anbindung an lokale Entwicklungsnetzwerke und Forschungsabteilungen der Kunden und Lieferanten ebenso wichtig, wie die Bereitstellung globaler System-Infrastrukturen und die Gewährleistung des Kompetenz- und Know-how-Transfers im Unternehmen.

ROI unterstützt Unternehmen auf dem gesamten Weg zum globalen F&E-Footprint von der Entwicklung eines strategischen Zukunftsbildes über die Ableitung kurz- und mittelfristiger Etappenziele und Umsetzungsschritte bis hin zur kennzahlenbasierten Erfolgskontrolle. Mit einem strukturierten Ansatz, der auf langjähriger Erfahrung, methodischem und fachlichem Know-how sowie lokaler Expertise beruht, sorgen wir für Sicherheit und Transparenz in diesem komplexen Prozess. Dabei konzentrieren wir uns auf folgende Themen: 

  • Rollenmodelle für Entwicklungsstandorte: Ein globales Entwicklungsnetzwerk ist ein komplexes System mit vielen Wechselwirkungen, das nur durch eine präzise Aufstellung mit klaren Rollen sowie Führungs- und Entwicklungskompetenzen für die eingebundenen Standorte und Entscheidungsträger effizient funktionieren sowie hohe Produktqualität und möglichst kurze Time-to-Market gewährleisten kann. Eine klare und eindeutige Rollenvergabe bezieht sich dabei auf Produkte, Prozesse, Kompetenzmanagement und Organisation innerhalb des Netzwerks. 
     
  • Kooperationsmodelle im Netzwerk: Verteilte Entwicklungsstrukturen prägen heute immer mehr globale F&E-Organisationen. Treiber dieser Entwicklung sind unter anderem der verstärkte Einsatz von Simultaneous Engineering, Kostenvorteile beim Outsourcing in Best Cost Countries, Zugang zu neuen Kunden und Märkten oder Gewinnung von Systemkompetenz durch Firmenübernahmen. Ebenso kristallisieren sich einzelne Regionen als Systemexperten heraus und sind damit unverzichtbar in der Zusammenarbeit. 
     
  • Lieferantenbeziehungen: Neben der reinen Auslagerung von F&E-Aufgaben haben strategische Lieferanten eine wachsende Bedeutung für die zeit-, kosten- und qualitätsgerechte Bereitstellung benötigter Bauteile und Komponenten. Die enge Integration der Lieferanten in das globale F&E-Netzwerk durch Kombination verschiedener Organisations- und Entwicklungsmodelle ist deshalb häufig entscheidend für den Produkterfolg. Damit entstehen „hybride“ Organisationsformen, deren Grenzen und Regeln eindeutig definiert, konsequent umgesetzt und aktiv gesteuert werden müssen.
     
  • Governance: Global verteilte Teams brauchen eine Balance aus Governance und Empowerment: So bedarf es einerseits klarer zentraler Vorgaben zu Zielrichtung, Erwartungshaltung und Rahmenbedingungen, um standortübergreifende Kooperation zu ermöglichen. Andererseits müssen die Standorte mit einem Maß an Unabhängigkeit und Entscheidungsfreiheit ausgestattet werden, das effizientes Arbeiten ermöglicht. Die Klammer bilden dabei eine integrative und offene Unternehmenskultur, gemeinsame Sprache und Terminologie sowie der gezielte Aufbau lokaler Kompetenzzentren und eine konsequente Wissensverteilung im gesamten Netzwerk.