Beratung Lean Development

Der Bereich Forschung & Entwicklung gehört zu den besonders komplexen und kostenintensiven Unternehmensfunktionen. Verantwortlich dafür sind direkte Entwicklungskosten, Opportunitätskosten aus Fehlentwicklungen und Verzögerungen der Time-to-Market sowie hohe Unsicherheit und Vernetzung. Gleichzeitig ist F&E von wenig flexiblen Personalstrukturen geprägt, die eine schnelle Kapazitätsanpassung an volatile Marktgegebenheiten verhindern. Lean Development hilft F&E-Teams, durch konsequente Fokussierung auf wertschöpfende Tätigkeiten und effiziente Kommunikationsprozesse ihr Potenzial zu entfalten. 

Dabei gilt es allerdings, einige Prämissen der aus der Produktion stammenden LEAN-Methoden zu verändern. Das betrifft insbesondere die Charakteristika von Wert und Verschwendung und den Informationsfluss in Entwicklungsprozessen. So zeichnen sich Entwicklungsaktivitäten generell dadurch aus, dass eine hohe Unsicherheit über Kundenanforderungen und technische Lösungen besteht. Das Begehen falscher Lösungswege ist in F&E keine Verschwendung im Sinne von LEAN: Es gehört untrennbar zum Entwicklungsprozess und bedarf einer anderen Perspektive. Gleichzeitig bewegen sich F&E-Funktionseinheiten in komplexen, schlecht strukturierten Informationsnetzwerken, in denen sich mehrere simultan laufende Projekte überlagern können. Die zentrale Herausforderung beim Lean Development liegt deshalb im Aufbau von Prozessarchitekturen und Steuerungssystemen, die eine kurzen Durchlaufzeit, eine effiziente Zirkulation und Nutzung von Wissen sowie die Erhöhung der Entwicklungsqualität ermöglichen.

Wie Unternehmen ihren Start in das Internet der Dinge simulieren können, skizziert im Video der Unternehmensberatung ROI Dr. Georg Wünsch, Leiter Entwicklung der machineering GmbH.
Schlanke Produktion zum Anfassen - gibt es in der Lernfabrik der Unternehmensberatung ROI. Die Lean Fabrika bei Prag wurde im Herbst 2013 eröffnet und bietet seitdem offene und individuelle Schulungen und Trainingsprogramme für Unternehmen.
Gernot Bernert, Technischer Geschäftsführer, Hagleitner Hygiene International GmbH beschreibt im Interview den „transparenten Waschraum“ von Hagleitner und erklärt welche Zielsetzung Hagleitner beim Aufbau eines cloudbasierten Informationsflusses verfolgt.
Industrie 4.0 / IoT (Internet of Things) - unter Berücksichtigung von Lean-Prinzipien - erfolgreich einführen wird in der Lernfabrik "Lean Fabrika" trainiert. Die Unternehmensberatung ROI Management Consulting AG gehört zu den anerkannten Experten im Bereich der digitalen Transformation.

ROI konzipiert und implementiert Lean Development Programme, die eine ganzheitliche Optimierung der Themenfelder Strategie, Produkte, Prozesse, Projekte, Organisation und Kultur im Kontext der F&E-Aktivitäten erlauben. Dabei setzen wir insbesondere auf risikoabhängiges Design und durchlaufzeitorientierte Steuerung von Entwicklungsprozessen.

Im Rahmen des risikoabhängigen Designs von Entwicklungsprozessen gilt es, einen maximal effektiven Umgang mit der Unsicherheit hinsichtlich der Kundenanforderungen und technischer Lösungswege zu finden. Dabei sind insbesondere ein modulares Konzept für den Produktentstehungsprozess wichtig sowie Prozesselemente, die kostengünstig frühes Lernen (Fast Feedback) ermöglichen. Dazu zählen beispielsweise kurze „build-measure-learn“-Zyklen und „Minimum Viable Products“, ein risikoabhängiger Ressourceneinsatz, die Reduktion der Flexibilitätskosten (z. B. durch den Einsatz von 3D-Druck) und selbstorganisierende Strukturen. ROI setzt dabei insbesondere auf folgende Tools:

  • agile Ansätze der Produktentwicklung,
  • spirale Prozessstrukturen,
  • Frontloading (z. B. Set-Based Engineering),
  • getaktete Synchronisationspunkte und permeable Gates,
  • systematisches Konfigurationsmanagement für Konzept und Validierung.


Bei der durchlaufzeitorientierten Steuerung von Entwicklungsaktivitäten gilt es, die Opportunitätskosten aus einer verzögerten Markteinführung zu quantifizieren und für die Projektsteuerung heranzuziehen. Der Netzwerkcharakter der Projekte erfordert dabei spezifische Steuerungsansätze. Hier unterstützt ROI die Unternehmen vor allem durch folgende Methoden:

  • aktives Warteschlangenmanagement;
    • Reduktion von Losgrößen,
    • Priorisierungsregeln (Cost of Delay),
    • Time Slicing,
  • agile Steuerungsmethoden;
    • Taktung,
    • Frozen Zones,
  • Shopfloor-Management und selbststeuernde Teilteams;
  • Visualisierung in Obeya Rooms.

Case Study

Zwei sitzende Frauen klatschen
Lean Digital Manager ©S_L/shutterstock.com

Lean Digital Manager

Das ROI Zertifizierungsprogramm zum „Lean Digital Manager“ zeigt, wie eine Digitalisierung der schlanken Produktion funktioniert. Dazu kombiniert es Lean Management Strategien mit Technologien der Industrie 4.0.