Warehouse 4.0

Durch die Verbindung von Industrie 4.0-Technologien und Lean-Methoden werden Läger leistungsfähiger, automatisierter, schneller, zuverlässiger und smarter. Diese Entwicklung bietet enorme Optimierungspotenziale im Hinblick auf Prozessqualität, Flexibilität und Logistikkosten. Von besonderer Relevanz für die Realisierung des Warehouse 4.0 sind dabei die dynamische Lokalisierung, die Nutzung von Wearables, der Einsatz von Robotik und der Ersatz von Waren- durch Informationslogistik.

Dynamische Lokalisierung: Durch eine Weiterentwicklung von Lokalisierungstechnologien wie Beacons, DGPS oder UWB können künftig Methoden wie Geofencing auch innerhalb von Lägern eingesetzt werden. Dadurch lassen sich smart boxes, smart bins und smart racks in Echtzeit lokalisieren und disponieren. 

Wearables: Der Einsatz von Geräten wie Headsets, Smart Glasses, Smart Contact Lenses, Datenuhren und Unterarmcomputer, RFID- und Datenhandschuhe, RFID-Armbänder und Sensor-Armbänder, NFC- und Smart Motion Ringe, Motion Capturing Clothes und Exo-Skeletons wird die Effizienz und Ergonomie von Transport-, Handlings- und Kommissionieraufgaben deutlich verbessern. Dabei wird auf eine Verbesserung der Gesundheit der Arbeitnehmer und auf einen Rückgang von haltungs- oder unfallbedingten Arbeitsausfällen gezielt. 

Smarte Robotik: Dort, wo sich der Mensch auch zukünftig noch zur Ware bewegt, wird er durch Wearables unterstützt werden, die Mensch-Maschine-Schnittstelle wird so noch effektiver. Vielfach wird aber die Wegezeit als größter Zeitanteil beim Einlagern bzw. Kommissionieren aus dem System genommen werden. Dabei werden durch Automatisierung mittels zellularer bzw. schwarmbasierter Shuttles, Drohnen, selbstständig agierender Cobots oder smarter Transport Robots (STRs) völlig neue Formen eines smarten Lagers – Warehouses 4.0 – ermöglicht.

Transport von Informationen: Neue digitale Technologien und flexible Fertigungsverfahren werden in Zukunft weite Teile der physischen Transporte von Produkten und Rohstoffen durch einen „Transport von Information“ über das Internet und Cloud-Plattformen ersetzen. Die Endprodukte werden im Idealfall direkt vom Kunden mittels 3D-Druck (Additive Manufacturing) dort erstellt, wo sie eingesetzt oder konsumiert werden. Diese Transformation wird auch eine Reduktion der heute benötigten Lagerflächen nach sich ziehen: Vor diesem Hintergrund bedeutet die Realisierung der Vision des Warehouse 4.0 auch die Virtualisierung des klassischen Warenlagers.

Bild eines Roboterarms
Mann mit Drone im Lager
Kisten im Lager
Containerpark mit Lkw und Zug
Läger werden immer leistungsfähiger, automatisierter, schneller, zuverlässiger und smarter. ©August Phunitiphat/©Halfpoint/©gZapp2Photo/©nattanan726/shutterstock.com

ROI verfügt über ein umfangreiches Portfolio an Methoden und Instrumenten, um Unternehmen bei der Umsetzung des Warehouse 4.0 zu begleiten. Dabei verbinden wir ein tiefes technologisches Wissen und die Beherrschung aller relevanten LEAN-Methoden mit Branchen-Know-how und umfassender Prozessexpertise in Logistik und Supply Chain Management. Unsere Schwerpunkte liegen dabei insbesondere auf folgenden Themen:

  • Konzeption/Zielbildentwicklung Warehouse 4.0,
  • anbieterunabhängige Auswahl relevanter Technologien (Hard- und Software, Plattformen, Automatisierung, Robotik, Wearables, Lokalisierungstechnologien) und Begleitung der Implementierung,
  • Definition physischer und digitaler Prozesse und Schnittstellen zur Einbindung des Warehouse 4.0 in das Supply Chain Network,
  • Rollout-Planung/Transformation Roadmap für die Läger,
  • Implementierung von Just-in-Time (JIT)/Just-in-Sequence (JIS), Vendor Managed Inventory (VMI) Konzepten und Lean-Methoden,
  • Virtualisierung/Digitalisierung physischer Prozesse.