Global Manufacturing Footprint

Zentrale Aufgabe im Rahmen von Global Manufacturing Footprint Projekten ist die optimale Ausrichtung von Produktions- und Logistiknetzwerken. Dabei zählen die Unterstützung einer Wachstumsstrategie, die Erhöhung der Auslastung einzelner Standorte, die Verringerung des „Teiletourismus“ und der Supply-Chain-Kosten, die Erhöhung der Lieferzeit und -geschwindigkeit, Erfüllung politischer Auflagen sowie eine höhere Resilienz gegenüber Währungs- und Marktschwankungen zu den wichtigsten Projektzielen. Der Erfolg der Footprint-Initiativen hängt von einer Reihe von Faktoren ab, die für jedes Unternehmen in eine individuelle Balance gebracht werden müssen:

  • passende Wertschöpfungstiefe und ,Make or Buy‘,
  • globales Technologiekonzept und Fertigungsstandards,
  • Rolle und Kompetenzverteilung der Standorte,
  • globale Kapazitäts- und Investitionsplanung,
  • Balance aus Global und Local Sourcing,
  • Nutzung landestypischer Flexibilitätswerkzeuge,
  • Organisationsansatz mit klarer zentraler/dezentraler Rollenverteilung,
  • homogene und schlanke Dimensionierung der Organisationseinheiten,
  • globale Trainings- und Qualifizierungsprogramme.

ROI hat einen modularen Ansatz zur Gestaltung eines nachhaltigen Global Footprints entwickelt, dessen Erfolg in zahlreichen Projekten unter Beweis gestellt wurde. 


Phase 1: Anforderungen an das Netzwerk

Um die Projektziele richtig zu dimensionieren, müssen die Anforderungen auf Basis des Inputs unterschiedlicher Funktionsebenen des Unternehmens strukturiert zusammengefasst werden. Dieser Prozess eignet sich gleichzeitig zur generellen Schärfung der Produktionsstrategie. Die erste Projektphase beinhaltet die Analyse folgender Faktoren: 

  • strategische Unternehmensziele sowie Wachstums- und Umsatzziele nach Regionen und Produkten,
  • Markt- und Kundenanforderungen sowie Differenzierung vom Wettbewerb,
  • Lieferzeiten, Reaktionsfähigkeiten und Kostenziele,
  • Portfolio- und Service-Entwicklung.

     

Phase 2: IST und SOLL der Leistungsfähigkeit 

Um die Lücke zwischen dem IST und dem SOLL der Performance im Netzwerk zu schließen, müssen einerseits Potenziale betrachtet werden, die bereits in der heutigen Struktur erreichbar sind, und andererseits Potenziale, die sich aus möglichen Struktur- bzw. Netzwerkveränderungen ergeben. Deshalb wird im Rahmen eines globalen Assessments eine repräsentative Zahl von Standorten untersucht. Neben standardisierten Audits zur operativen Performance wird dabei auch die gesamte Supply Chain bewertet sowie internes und externes Benchmarking durchgeführt. 

 

Phase 3: Entwicklung von Szenarien

Die Frage, welche Design-Richtlinien den künftigen Footprint bestimmen werden, muss aus zwei Perspektiven beantwortet werden. Im Rahmen eines Greenfield-Ansatzes werden die prinzipiellen Möglichkeiten – die Vision – zur Gestaltung des Netzwerkes aufgezeichnet. Beim darauf folgenden Aufbau von Brownfield-Szenarien wird die Footprint-Vision gegen existierende Rahmenbedingungen und Beschränkungen getestet und auf vertretbare Szenarien angepasst. Im nächsten Schritt erfolgt die Bewertung der wichtigsten Szenarien im Hinblick auf unterschiedliche Aspekte: 

  • generelles Netzwerkmodell,
  • Wertschöpfungstiefe, Kernkompetenzen, Einkaufsstrategie und ,Make or Buy‘,
  • Struktur und Rolle der Werke und Lieferanten und Verteilung der Technologien und Produktionsaufwände,
  • Organisationsaufbau, Personalbedarf in direkten und indirekten Bereichen, Investitions- und Steuerungskonzept,
  • Führung und KPIs des Netzwerkes.
     


Phase 4: Business Case, Empfehlung und Umsetzungsplanung

Ein tragfähiger Business Case für eine Neugestaltung des Global Manufacturing Footprint muss mehreren Kriterien genügen. Einerseits soll er die qualitativen Verbesserungen und den strategischen Beitrag des Projekts definieren. Andererseits ist die Klärung des monetären Beitrags und der Risiken erforderlich. Davon ausgehend kann die Frage beantwortet werden, welches Zielbild und welche Umsetzungsstrategie das beste Aufwands-Ertrags-Verhältnis bietet, wobei folgende Faktoren zu berücksichtigen sind:

  • Bewertung aller vom Footprint beeinflussten Kostenpositionen und Währungsabhängigkeiten,
  • Auswirkung auf das Netzwerk und die einzelnen Standorte,
  • Investitions- und Umsetzungsaufwand,
  • Qualität der Lösung/Beitrag zur strategischen Positionierung,
  • Realisierbarkeit und Umsetzungsrisiken.

Global Footprint Strategie

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