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SOFTGETRÄNKE

Alkoholfreie Getränke spielen für die Verbraucher eine besonders Rolle, um Ernährungskonzepte und Lebensstile zu verwirklichen. Dabei definieren mehrere parallele Trends die Rahmenbedingungen des Marktes.  Ein zentraler Faktor ist die wachsende Bedeutung der funktionellen, insbesondere gesundheitsfördernden, Eigenschaften von Getränken. Die Unterstützung von körperlicher und geistiger Gesundheit, Erhöhung der Konzentrationsfähigkeit oder die Stärkung der Immunkräfte bringen dabei nicht nur innovative Inhaltsstoffe und aus traditionellen Gesundheitslehren bekannte Kräuter und Pflanzen wie Ingwer und Kurkuma in die Rezepturen ein. Sie eröffnen auch den Weg zur Personalisierung von Getränken in Abhängigkeit individueller Bedürfnisse. Ein wesentliches Thema ist dabei die Reduzierung oder der vollständige Verzicht auf Zucker, wobei der Geschmacksverlust durch ebenfalls natürliche Zutaten verhindert werden soll sowie der weitgehende Verzicht auf Konservierungsstoffe und unnatürliche Geschmacksverstärker. Neben der funktionellen Perspektive gewinnt auch der Erlebnis- und Convenience-Aspekt eine zunehmend Bedeutung. Das Experimentieren mit unterschiedlichen Getränkekomponenten und Ready-to-Drink (RTD) Lösungen ist dabei ebenso wichtig, wie die Entdeckung exotischer Rezepturen und Marken und – als kontrastierende Entwicklung – die Wiederentdeckung alter Zutaten und traditioneller, natürlicher und als Premium positionierter Herstellungsverfahren. Und schließlich gewinnt Nachhaltigkeit auch im Getränkemarkt eine immer größere Rolle. Dabei geht es um die soziale und ökologischen Auswirkungen der Herstellung, die Sicherstellung von Ressourcenkreisläufen und fairen Umgang mit den Partnern in der Herstellungskette. Das Zusammenwirken dieser Trends eröffnet mehrere Handlungsfelder, auf denen die Getränkeindustrie sich strategisch, technologisch und prozessual weiterentwickeln muss, um ihre Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern.

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