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Süßigkeiten

Veränderungen und Innovationen im Süßwarenmarkt werden von vier langfristigen Entwicklungen getrieben. Die zunehmend gesundheitsbewusste Lebensweise der Verbraucher erfordert tiefgreifende Veränderungen der Rezepturen. Dabei sticht insbesondere der Bedarf nach rein pflanzlichen, vegetarischen oder veganen Produkten und natürlichen, klar verständlichen, Farbstoffen, Süßungsmitteln und Aromen hervor, sowie die Notwendigkeit, den Zuckergehalt der Süßwaren signifikant zu reduzieren. Die wachsende Bedeutung von Clean Labels führt dabei zu einem Dilemma, denn die Nutzung natürlicher Zutaten erfordert den Einsatz komplexer Verarbeitungstechnologien, um die Geschmacks- und Texturqualität halten zu können. Parallel zu dieser Entwicklung wächst die Nachfrage nach funktionellen Süßigkeiten und Snacks, die einen sensorischen Genuss mit einer positiven gesundheitlichen Wirkung verbinden. Neben Ballaststoffen, Vitaminen und Pflanzenproteinen geraten natürliche Nahrungsergänzungsmittel, die eine positive Wirkung auf Gehirnleistung, Darmfunktion und Nervensystem haben, immer stärker in den Fokus, oder biologisch aktive Pflanzenstoffe, die eine stressreduzierende, oder immunstärkende Wirkung haben. Der dritte wesentliche Trend ist der hohe Innovationsdruck. Auf der Produktseite verursacht er den Bedarf zur Entwicklung von Produktvarianten aber auch gänzlich neuer Produkten, Geschmacksrichtungen, Farben und Texturen. Gleichzeitig sind aber auch laufend Verpackungs- und Vertriebsinnovationen erforderlich, um den Kundenanforderungen und sich verändernden Rahmenbedingungen des Marktes gerecht zu werden. Und schließlich muss die Süßwarenindustrie ihre Einkaufs-, Produktions- und Distributionsstrukturen an die immer anspruchsvolleren ökologischen und sozialen Nachhaltigkeitsstandards anpassen, die sowohl aus gesetzlichen Vorgaben als auch aus Verbrauchererwartungen resultieren.  

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