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Der klassische Maschinenbau muss sich öffnen

Industrie 4.0-Award für Bosch Rexroth AG und BorgWarner Emissions

Unter dem Motto „Praxis, Praxis, Praxis“ diskutierten Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft beim „2. Fachkongress Industrie 4.0“ am 2. und 3. Dezember 2014 in Amberg. Im Rahmen der Veranstaltung zeichneten die Fachzeitschrift PRODUKTION und ROI zwei besonders wegweisende Digitalisierungsideen aus der Unternehmenspraxis mit dem „Industrie 4.0-Award“ aus. Dazu beurteilte im Vorfeld eine Fachjury die Bewerbungen aus einem deutschlandweiten Wettbewerb. Im Fokus der Juroren stand die Integration der Fertigung nach den Kriterien Innovationsgrad, Wirtschaftlichkeit, Praxistauglichkeit, Kundennutzen und Reifegrad.

PARADIGMENWECHSEL BEGINNT IM KOPF

„Mit Industrie 4.0 muss man IT in seine Werkshalle lassen – das ist ein rotes Tuch für Werkleiter und für Produzierende. Das zu ändern und diesen Paradigmenwechsel herbeizuführen, das wird ein Prozess, der im Kopf anfangen muss“, sagt Eduard Altmann, Chefredakteur Fachzeitung PRODUKTION.

 

DAS SIEGERPROJEKT: „SMART AUTOMATION“ BEI DER BOSCH REXROTH AG

Gewinner des „Industrie 4.0-Awards 2014“ ist die Bosch Rexroth AG. Das Unternehmen entwickelte im Projekt „Smart Automation“ eine neue Pilotmontagelinie für das Werk Homburg und vernetzte hierzu Produkte, Betriebsmittel sowie die Mitarbeiter des Werkes beispielsweise via RFID-Chip und Bluetooth miteinander. Dabei schuf Bosch Rexroth nicht nur eine wandlungsfähige Montagelinie zur wirtschaftlichen Fertigung von Hydraulikventilen in Losgröße 1 für sechs Produktfamilien mit über 200 Varianten, sondern implementierte u.a. auch eine Cloud-Lösung zur Erfassung und Auswertung sämtlicher Daten in Echtzeit.

SCHRITT FÜR SCHRITT ZUR INDUSTRIE 4.0

„Wir generieren Ideen, setzen Ideen um, messen die Effekte und setzen darauf wieder auf“, erläutert Frank Hess, HoP2/PT, Bosch Rexroth AG das Vorgehen beim Siegerprojekt. „Industrie 4.0 erfordert einen umfassenden Datenaustausch zwischen Maschinenhersteller und Unternehmens-IT. Der klassische Maschinenbau muss sich öffnen – er muss die offenen Standards vorantreiben und damit auch einen Mehrwert für den Kunden gewährleisten.“

 

EINFACHE TOOLS FÜR KOMPLEXE PROZESSE

„Unsere 4.0-Lösung kennzeichnet ganz klar eines: dass der Anwender am Ende des Schicht-Doodle-Systems die Komplexität gar nicht spürt“, schildert Michael Berner, Produktionsleiter BorgWarner Ludwigsburg GmbH. „Diese Software ist so selbsterklärend, dass es bei ihrem Start nicht einmal notwendig war, die Generation Y für die App zu trainieren.

AUSBLICK: STANDORTVORTEIL FÜR DEUTSCHLAND

„Wir haben zum einen das ‚Made in Germany‘ als Qualitätslogo; wir haben das Thema Industrie 4.0, was von der Forschung und Bundesregierung unterstützt wird; und wir haben Datenschutzund Security-Lösungen – in Summe eine Kombination, die so von anderen Nationen nicht einfach kopiert werden kann“, sagt Jan Bungert, Head of Platform Solutions Group Deutschland bei der SAP Deutschland SE & Co KG.

 

SONDERPREIS: SCHICHT-DOODLE-APP BEI BORGWARNER EMISSIONS SYSTEMS

Über den Sonderpreis des Industrie 4.0-Award 2014 für innovative Arbeitsorganisation freute sich BorgWarner Emissions Systems. Das Unternehmen führte in seinem Ludwigsburger Werk erfolgreich eine Schicht-Doodle-App ein. Mit deren Hilfe passt das Werk den Personaleinsatz an den Kundenbedarf an, was die Flexibilität und Produktivität erhöht. Denn BorgWarner bindet seine Mitarbeiter mit der App aktiv in die Personaleinsatzplanung mit ein, was zu mehr Selbstbestimmung führt. Zudem kann die Personaleinsatzplanung eine systematische Auswahl von zu kontaktierenden Mitarbeitern auf Basis von Anfragelisten und definierten Prioritätsregeln vornehmen.


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Anna Reitinger

Anna Reitinger

Head of Marketing, ROI-EFESO
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