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MES Spotlight – Was müssen die Systeme in Zukunft können?

Industrie 4.0 und MES: Wie sieht die Zukunft aus?

Manufacturing Execution Systems (MES) spielen bei der Umsetzung der Industrie 4.0 eine wichtige Rolle. Um eine umfassende Integration von Komponenten sicherzustellen und eine hohe Qualität, Transparenz und Effizienz der Produktion zu gewährleisten, bleiben sie mittelfristig unverzichtbar. Doch was sind die künftigen Anforderungen an MES in der Produktion und im Hinblick auf das Zusammenspiel mit anderen IT-Systemen? Fünf Experten geben Auskunft.

"Wirklich nachhaltiger Nutzen entsteht aus der Kombination von IT-freien Lean-Lösungen zur Komplexitätsreduzierung und modernen MES-Funktionen. Voraussetzungen dafür, dass diese Integration gelingt, sind einerseits eine werksübergreifende IT-Roadmap mit einer klaren Aufgabenteilung zwischen MES, ERP, CAQ, CAM sowie der Prozessleit- und Maschinensteuerungsebene. Andererseits ist eine klar geregelte Zusammenarbeit und Verantwortungsverteilung zwischen der zentralen IT-Organisation und den MES-Verantwortlichen in der Produktion wesentlich. Besonders wichtig ist ein Kosten-Nutzen-orientierter MES-Einsatz: Nicht alles, was technisch geht, macht auch Sinn."

Ulrich Krieg, Partner, ROI Management Consulting AG

"Um als internationales Zulieferunternehmen im Wettbewerb bestehen zu können, stellt neben effizienten Herstellprozessen und globaler Wertschöpfungsausrichtung besonders auch die effiziente Analyse und Auswertung sämtlicher global erfasster Daten einen wesentlichen Wettbewerbsvorteil im Operationsbereich dar. Ein auf die Bedürfnisse und Anforderungen des Unternehmens abgestimmtes MES ist die Basis, um dieses Thema, das in Zukunft immer wichtiger wird, abdecken zu können."

Dr. Clemens Honeder, COO, Miba Bearing Group

"Ein neues Feld sehe ich im Bereich der Nachverfolgbarkeit von Produkten und Fertigungsdaten. Idealvorstellung ist, dass kostengünstig überwacht werden kann, wo sich welche Produkte im Wertstrom befinden und welche Fertigungsschritte mit welchen Prozessdaten bereits erledigt wurden. Darüber hinaus denke ich, dass es durch die wachsenden Möglichkeiten von IT-Systemen immer wichtiger wird, eine konkrete ‚Automatisierungsstrategie von administrativen Tätigkeiten‘ im Sinne einer ‚IT-Strategie für die Produktion‘ zu formulieren."

Christian Neumann, Executive Consultant, SAP Manufacturing, Freudenberg IT

"Manufacturing Execution Systeme spielen die führende Rolle bei der vertikalen Prozessintegration, denn Informationen über die Produktion dezentral zu sammeln und zentral zur Verfügung zu stellen, zählt zu den zukünftig kritischen Aufgaben. Die Standardisierung von Softwaresystemen und Schnittstellen zu ermöglichen, ohne die notwendige Flexibilität und Individualität der Produktion zu vernachlässigen, ist dabei eine zentrale Herausforderung. Unterstützung bietet hier konsequentes abteilungsübergreifendes Architekturmanagement im Shop Floor und die Implementierung SOA-basierender Softwaresysteme und Prozesse."

Patrick Vith, COO, ThyssenKrupp Presta Steering

"Prozess- und Produktdaten in Echtzeit zu erfassen, aufzubereiten und weiterzuverarbeiten, stellt ein zentrales Element von Industrie 4.0 bzw. im Internet der Dinge dar. Ein MES ist unter anderem für diese Aufgabenstellung bestens geeignet und liefert dem Anwender Transparenz in seinen Produktionsprozessen. Vor der Einführung eines MES gilt es allerdings, ein klares und umfassendes Konzept zu entwickeln, was mit den gewonnenen Daten passieren soll. Datenfriedhöfe sind in den letzten zwei Jahrzehnten schon genug entstanden."

Markus Ber, COO, Miba Friction Group


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Anna Reitinger

Anna Reitinger

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