Case Study

Mit vollem Schub in die Zukunft

Ein Energietechnikhersteller startet ein Operational Excellence-Programm und bringt drei Turbinenwerke auf ein neues Leistungsniveau 

Ein führender, börsennotierter Hersteller von Energietechnologie richtet eines seiner operativen Segmente neu aus: Die Dampfturbinen-Einheit soll ein unternehmensweites Signal zur Leistungs- und Zukunftsfähigkeit setzen. EFESO begleitet den Hersteller durch ein strukturiertes OPEX-Assessment in drei Werken. Im Zuge des Projektes optimiert das Unternehmen die einzelnen Standorte und vereint sie zu einem aktiven Produktionsnetzwerk, welches die Performance des Geschäftsbereiches signifikant steigert.

Herausforderung

Um zu wachsen, stärkt ein Energietechnik-Hersteller seine Operations. Drei Dampfturbinen-Werke setzen den Kurs für ein OPEX-Programm.

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EFESO Lösungsansatz

Mit dem Management realisiert EFESO ein OPEX-Assessment. Klare Ergebnisse schaffen u.a. Prozessflussanalysen mit Daten aus den Linien.

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Lessons Learned

Eine Balance zwischen vertrauensvollem Austausch und kritischer Distanz trägt zum nachhaltigen Projekterfolg bei.

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EFESO Erfolgsmodell

Für jeden Standort entwickelte das Projektteam konkrete Verbesserungsmaßnahmen und definierte strategische Handlungsfelder für das Programm.

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Wachstum benötigt ein starkes operatives Fundament

Aufgrund eines zunehmenden Wettbewerbsdrucks stand ein weltweit führender Energietechnikhersteller vor der Herausforderung, seine Marktposition zu sichern und neue Marktpotentiale zu nutzen. Ein zentraler Schlüssel dafür war die Neuausrichtung der operativen Einheiten. Mit einem Manufacturing Excellence-Programm startete das Management eine unternehmensweite Initiative, die den Anspruch an operative Exzellenz sowie die Wachstumsperspektive in den Fokus rückte. Das Ziel: die Produktion auf eine zukunftsfeste Basis zu stellen. 

Mit einem breiten Produktportfolio und jahrzehntelanger Erfahrung im Anlagenbau zählt das Unternehmen zu den international führenden Herstellern von Dampfturbinen. Den Kern der europäischen Fertigung bilden drei deutsche Werke. Eines übernimmt den Bau großer Neuanlagen, ein weiteres produziert kleinere Turbinen mit eigener mechanischer Fertigung, das dritte Werk ist auf Anlagenwartung und Ersatzteile spezialisiert. Jeder Standort hat seine eigenen Stärken und seine eigenen, historisch gewachsenen Abläufe. Die Zusammenarbeit zwischen den Werken erfolgte vor dem Projekt eher reaktiv als systematisch. Durchlaufzeiten variierten, Abstimmungsprozesse zwischen Engineering, Einkauf und Produktion verliefen nicht immer reibungslos, und es fehlte ein übergreifendes Bild der Performance. 

Es galt, die Durchlaufzeiten zu senken, Effizienzpotentiale zu heben und die einzelnen Werke als ein leistungsfähiges Netzwerk aufzustellen. Als zentrales strategisches Geschäftsfeld sollte die Dampfturbinen-Einheit nicht nur nachhaltig gestärkt, sondern auch zum unternehmensweiten Vorbild für das Programm werden. 

Der Fokus auf Operational Excellence wird zum Schlüssel für nachhaltiges Wachstum.

Drei Werke, eine zielführende Methodik

Zur Umsetzung holten sich die Verantwortlichen für Operations, Controlling und Finanzen ein mehrköpfiges Beraterteam von EFESO zur Seite, welches das Projekt strukturell und fachlich begleitete. Gemeinsam mit dem Management führte das Kernteam in jedem der drei Werke einen Vor-Ort-Audit durch und tauschte sich dort mit den Verantwortlichen aus. Zudem analysierte es die Abläufe in den Werken wie auch zwischen den Standorten genau. Im Projekt erwiesen sich drei methodische Elemente als besonders erfolgskritisch: 

Tandem-Prinzip
Die Zusammenarbeit war geprägt vom Tandem-Prinzip: Jedes übergreifende Thema – von Operational Excellence über Netzwerkplanung bis zu Execution Readiness – verantworteten eine Person aus der Kundenorganisation und ein EFESO-Teammitglied gemeinsam. Somit entstanden keine theoretischen, abstrakten Ergebnisse. Stattdessen wurden die Resultate direkt und gemeinsam mit dem Management erarbeitet, und damit von Projektbeginn an in der Organisation verankert.

Strukturiertes OPEX-Assessment 
Die Basis für die Analysen schuf das strukturierte OPEX-Assessment von EFESO. Dessen Framework ermöglicht es, Werke systematisch entlang ihrer gesamten Wertschöpfung zu durchleuchten, von der Auftragsabwicklung, über Planung und Produktion, bis hin zur Instandhaltung. Parallel erfasste das Team die Abläufe in zentralen Produktionsbereichen wie Montage, Wellenbearbeitung und Gehäusefertigung im Shopfloor. Hierbei klärte es vor allem, wie produktiv Mitarbeitende und Maschinen arbeiten – und wie sich Prozesse gestalten lassen, um kritische Pfade in Projekten zu verkürzen und zu minimieren. 

Prozessflussanalysen 
Als besonders wichtiges Tool erwiesen sich Prozessflussanalysen, die das Team anhand realer Aufträge erstellte. Für jeden Standort wählte es konkrete, abgeschlossene Aufträge aus und analysierte gemeinsam mit den Fachleuten vor Ort unter anderem die Bearbeitungszeiten, Abstimmungsschleifen, späte Änderungen sowie die Schnittstellen zwischen Engineering, Einkauf und Produktion. 

Die Ergebnisse lieferten ein vollständiges, für alle Verantwortlichen sichtbares Bild des Ist-Zustands der Operations-Prozesse über alle drei Werke hinweg. Damit schuf das Team die Basis für die Entwicklung eines integrierten Aktionsplans mit abgestimmten Maßnahmen und darauf aufbauenden Folgeprojekten.

Das Tandem-Prinzip verankert Ergebnisse von Anfang an in der Organisation.

Exzellente Ergebnisse basieren auf Kommunikation, Transparenz und Vertrauen

In diesem Projekt erwiesen sich die folgenden Aspekte als Erfolgstreiber: 

Nutze Kommunikation als Fundament für den Projekterfolg!
Die Ziele für die Weiterentwicklung zukunftssicherer Operations – über alle Werke hinweg – wurden bereits beim Programmstart kommuniziert, um ein gemeinsames Verständnis und Commitment abzusichern. Adressiert wurden nicht nur Führungskräfte, sondern alle, die einen Beitrag zum Erfolg des OPEX-Programms leisten würden. So konnten alle Projektbeteiligten von Anfang an in eine Richtung arbeiten. 

Setze auf transparente Lösungswege statt auf Konzepte!
Statt theoretischer Modelle und generischer Benchmarks setzte das Team auf Erkenntnisse aus den täglichen Aufträgen, Dokumenten und Prozessschritten im Shopfloor. Das beschleunigte den Weg von der Diagnose zur passgenauen Maßnahme erheblich. Zudem entstanden alle Ergebnisse gemeinsam, transparent und sichtbar für alle Beteiligten. Diese Unmittelbarkeit sorgte für eine hohe Identifikation mit den Maßnahmen und erzeugte ein wesentliches Momentum für die Umsetzungsphase. 

Scheue Dich nicht, kontroverse Fragen zu stellen! 
Das Team von EFESO stellte die vorhandenen Lösungen, Prozesse und Gewissheiten bewusst kritisch auf den Prüfstand. Doch um aus kontroversen Fragen konkrete Lösungen erarbeiten zu können, ist eine belastbare Ebene für die Zusammenarbeit notwendig: vertrauensvoll und doch unabhängig genug, um unbequeme Wahrheiten auszusprechen. Genau dies erbrachte im Projekt wertvolle Resultate. Als Erfolgsfaktoren bestätigten sich hierbei die genau abgestimmte Zusammensetzung des Projektteams sowie die gezielte Rollenverteilung. 

Aus drei Standorten wird ein aktives Netzwerk

Das Programm endete nicht mit einem Abschlussbericht, sondern mündete in einen unternehmensweiten Aktionsplan. Das abschließende Projektmeeting brachte alle Werke zusammen und überführte die Standortanalysen in ein gemeinsames Programm. Dieser Schritt war entscheidend für die nahtlose Umsetzung und damit für den Projekterfolg. 

Für jeden Standort präsentierte das Team konkrete, in der Organisation verankerte Maßnahmen, um das Werk zu optimieren. Zudem wurden strategische Handlungsfelder definiert, welche das Unternehmen als eigenständige Projekte weiterführte:

  • Execution Readiness: Mit diesem Handlungsfeld trägt das Unternehmen dafür Sorge, dass Aufträge produktionsreif und idealerweise ohne erneute Einbindung von Engineering und Planung eingelastet werden. 
  • Planning Excellence / Netzwerkplanung: Das Zielbild ist hier, die Kapazitäten über alle Standorte laufend zu erfassen, die Werke optimal auszulasten und den Aufbau des Produktionsverbundes strategisch voranzutreiben. 
  • Sales & Operations Planning: Als Bestandteil der „Planning Excellence“ steht hier die Weiterentwicklung der taktischen und strategischen Planung im Vordergrund. Dabei sollen künftig auch der Vertrieb und weitere relevante Stakeholder und Informationen wertstiftend in den Planungs- und Produktionsprozess einbezogen werden. 

Für jedes dieser Handlungsfelder übernahm eine Person aus dem Unternehmen die Verantwortung, wieder begleitet durch ein Teammitglied von EFESO. Das bewährte Tandem-Modell mit vertrauensvoller, konstruktiver Kommunikation auf Augenhöhe wurde damit in den Folgeprojekten fortgeführt. Somit führte der Energietechnikhersteller das strategisch relevante Projekt zum Erfolg. Die produktiven Potentiale der Dampfturbinen-Einheit wurden identifiziert, umfassend erschlossen und die drei bislang isolierten Werke in einen aktiven Werksverbund überführt. Das Geschäftsfeld verfügt nun über ein solides operatives Fundament für das weitere Wachstum.