Glossar

3 Mu

Steht für die drei Punkte: Muda (Verschwendung, siehe die 7 Verschwendungsarten), Muri (Überlastung der Mitarbeiter und Maschinen) und Mura (Unregelmäßigkeit der Prozesse) und bezieht sich auf die Mitarbeiter, die Technik, die Methode und die Zeit. Sie gelten als negativ, das heißt, sie sind zu vermeiden.

7 Arten der Verschwendung

Von Muda (jap.: Verschwendung). Es gibt folgende Verschwendungsarten:

  • Überproduktion (mehr fertigen als momentan benötigt wird),
  • hohe Bestände (End-, Halbfertigprodukte, Zulieferteile und Materialien, die als Bestände lagern, sind nicht wertschöpfend),
  • Nacharbeit/Fehler (fehlerhafte Produkte stören den Produktionsfluss und erfordern teure Nachbesserung),
  • Fläche (zu viel belegte Fläche ist eine Verschwendung von Infrastruktur),
  • Such-/Wegezeiten (jegliche Such- und Wegezeiten sind Verschwendung),
  • Wartezeiten (untätige „Hände“ eines Mitarbeiters, Prozesstaktung nicht optimiert),
  • Transportzeiten und -wege (Bewegung von Materialien oder Produkten ist nicht wertschöpfend).
7 M

Hierbei handelt es sich um die 7 wichtigsten Faktoren, die bei einer Ursachenanalyse wie z. B. Ishikawa-Diagramm berücksichtigt werden müssen.

  • Mensch
  • Maschine
  • Material
  • Methode
  • Milieu/Mitwelt

Die ursprüngliche 5 M Methode wurde um zwei wichtige Faktoren erweitert:

  • Management und
  • Messbarkeit.
7 V

siehe 7 Arten der Verschwendung

7-W-Fragenkatalog
  • Was – ist zu tun?
  • Wer – macht es?
  • Warum – macht er es?
  • Wie – wird es gemacht?
  • Wann – wird es gemacht?
  • Wo – soll es getan werden?
  • Wieso – wird es nicht anders gemacht?

Verwandt mit dem 7-W-Fragen-Katalog ist das Prinzip des „Geh zur Quelle“ (Genkin-butso). Dieses besagt, bei unerwünschten Ergebnissen oder Fehlern 5-mal nach dem ‚Warum?‘ zu fragen, um eine Lösung zu erzielen. Es besagt aber auch, dass sich Führungskräfte vor Ort ein Bild über die Situation, zum Beispiel einen Produktionsprozess, machen sollen und nicht aus der Ferne entscheiden.

AaaS

(engl.: Authentification as a Service), beschreibt eine Dienstleistung, die das Managen eines sicheren und geschützten Zugriffs auf cloudbasierte Daten und Anwendungen beinhaltet. Immer mehr Unternehmen nutzen die Vorteile, Daten und Anwendungen in einer Cloud zu verwalten. Die Authentifizierung von Personen stellt beim Zugriff von verschiedenen Standorten und Geräten jedoch ein Sicherheitsrisiko dar, was mit Hilfe einer solchen Dienstleistung minimiert werden kann.

Additive Manufacturing

(deutsch: Generatives Fertigungsverfahren), ist im Allgemeinen als 3D-Druck bekannt, bezeichnet aber grundsätzlich ein Verfahren, mit dem aus formlosen Stoffen wie Pulver oder Flüssigkeiten mittels physikalischer oder chemischer Prozesse 3D-Modelle, Prototypen oder auch Endprodukte gefertigt werden können. Dieses Verfahren – auch Rapid Prototyping genannt – benötigt, anders als gewöhnliche urformende Fertigungsverfahren, keine Werkzeuge oder Gussformen. Sein Einsatz lohnt sich vor allem bei Bauteilen mit Geometrien von hohem Komplexitätsgrad.

Advanced Analytics

Beschreibt ein breites Spektrum an Analysen, die der Änderung und Verbesserung von Geschäftsprozessen dienen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Analysetools konzentrieren sich Tools für Advanced Analytics nicht auf historische Daten, sondern auf die Vorhersage zukünftiger Ereignisse. Sie ermöglichen What-if-Analysen und machen somit die Auswirkungen potenzieller Strategieänderungen von Unternehmen vorhersehbar. Beispiele für Advanced Analytics sind Verfahren wie Data Mining oder Big-Data-Analytics (siehe Big Data).

Advanced Robotics

Bezeichnet die Vernetzung von Industrierobotern über die Produktionsstraße hinaus. Die Thematik befasst sich dazu mit den multidisziplinären Aspekten der Robotik, etwa in Hinblick auf die Bereiche Maschinenbau, Informatik, Steuerungs- und Elektrotechnik, Mechatronik oder Life Sciences.

Agentensysteme

Maschinen-/anlagennahe IT-Systeme, die ereignisorientiert Daten an übergeordnete IT-Ebenen weitergeben 

Aktor

(auch Aktuator), konvertiert Energie in eine mechanische Bewegung oder andere physikalische Größe. Ein Signal (Lichteffekt, Wärmesignal, Motorenbewegung ...) wird benötigt, um den Prozess des Aktors auszulösen. Beispiele für Aktoren sind elektrische Motoren, hydraulische Zylinder oder chemische Aktoren.

Andon-Tafel

Eine Anzeigetafel, die Störungen anzeigt (Andon = Signal). Wird häufig in Verbindung mit Qualitätsinstrument Fixed Position Stop verwendet.

Angepasster Kundentakt

Der angepasste Kundentakt berechnet sich auf Basis der Netto-Produktionszeit, d. h., alle Stillstandzeiten werden bereits berücksichtigt. Wird häufig in Fertigungen an Stelle des Kundentakts benutzt.

API
Application Programming Interface

(engl.: Application Programming Interface), ist eine Programmierschnittstelle zur Anbindung eines Programms an ein anderes Softwaresystem auf Quelltext-Ebene. Dadurch kann Zugriff z. B. auf Datenbanken oder auf Hardware wie Festplatte oder Grafikkarte gewährt werden. Es kann zwischen funktionsorientierten, dateiorientierten, objektorientierten und protokollorientierten APIs unterschieden werden.

APQP

APQP ist eine strukturierte Methodik mit standardisierten Werkzeugen (FMEA, QFD, QM-Plan usw.), die in erster Linie den Gedanken der präventiven Fehlervermeidung und kontinuierlichen Verbesserung verfolgt, im Gegensatz zur reaktiven Fehlerbehebung. Die zeitliche Abfolge, die Anwendung der Werkzeuge und die Ausführung der einzelnen Schritte variieren je Produkt und Komplexität.

Das Referenzbuch APQP wurde von der Chrysler, Ford, General Motors Supplier Quality Requirements Task Force erstellt. Es stellt einen Leitfaden dar für die frühzeitige Planungsphase, Entwicklungsphase bis hin zur Prozessanalyse und stellt somit eine Richtlinie zur Erstellung von Plänen und Checklisten zur Verfügung, um sicherzustellen, dass die Produkt-Qualitätsvorausplanung vom Lieferanten durchgeführt wird.

Augmented Reality

Beschreibt eine durch Computer unterstützte Sicht eines realen Zustands, der um virtuelle Aspekte wie Zeichen, Grafiken, GPS-Daten, Sound oder Texte erweitert ist. Verschiedene Funktionen wie die Ausgabe von Informationen zu aktueller Umgebung, Arbeitsanweisungen oder Navigation können so ermöglicht werden. Ein typisches Beispiel sind die bekannten Google Glasses.

Authentification as a Service

Siehe AaaS

Autonomation

Siehe Jidoka, bezeichnet das selbstständige Arbeiten einer Maschine. Dabei wird die Anlage mit Sensoren ausgestattet, die die Abweichungen vom Normalbetrieb selbstständig erkennen und in gegebenen Bereichen ausregeln lassen. Bei Abweichungen außerhalb der Regelmöglichkeiten kann die Maschine ihren Verarbeitungsprozess stoppen und dem Mitarbeiter entsprechende Warnungen ausgeben. Ziel der Autonomation ist die Steigerung der Qualität.

Autonome Instandhaltung

Total Productive Maintenance (TPM) oder auch vorbeugende Instandhaltung genannt. Es handelt sich dabei um ein mehrstufiges System zur Erhöhung der Anlagenverfügbarkeit und gleichzeitigen Optimierung der Instandhaltungsaufwendungen. In der Literatur werden unterschiedliche Ansätze dargestellt. Die ROI-Academy lehrt den folgenden  5-stufigen Ansatz.

  • 1. Beseitigung von Schwerpunktproblemen: Im ersten Schritt werden die Maschinen grundlegend gereinigt und alle potenziellen Fehler-/Störquellen beseitigt.
  • 2. vorbeugende Instandhaltung: Mit den Mitarbeitern wird ein regelmäßiger Wartungsplan für die Maschinen/Anlagen erarbeitet.
  • 3. Geplantes Instandhaltungsprogramm: Für die strategische Ausrichtung wird definiert, nach welchem Programm die Maschinen zukünftig zu warten bzw.instandzusetzen sind. Man unterscheidet dabei z. B. zwischen einer zeit- und einer zustandsbasierten Wartung, Break-down-Maintenance usw.
  • 4. Schulung und Training: Die Maschinenbediener und -betreiber werden in ihren Aufgaben der Wartung und vorbeugenden Instandhaltung qualifiziert, damit diese einerseits die Wartung standesgemäß durchführen können bzw. auch in der nächsten Stufe der Instandhaltungsprävention aktiv Erfahrungen und Ideen einbringen können.
  • 5. Instandhaltungsprävention: Bei dieser Stufe geht es darum, die nicht wertschöpfenden Tätigkeiten der Instandhaltung optimieren und reduzieren zu können, ohne dass es dauerhaft zu Einbußen bei der Maschinenverfügbarkeit kommt.
Autonome Transportsteuerung

Intelligente Transportmittel navigieren selbstständig innerhalb des Produktionsnetzwerks ohne zentrale Steuerung.

Behälter-Kanban

Produktions-/Belieferungsauftrag entsteht mit dem Eingang eines leeren Behälters an Produktionszelle bzw. Supermarkt.

Big Data

beschreibt sehr große Datensets, die sich häufig ändern und sehr variierende, komplexe Informationen enthalten. Einerseits ermöglichen sie neue, detaillierte und umfassende Datenanalysen, andererseits werden (im Vergleich zu konventionellen Methoden) neue zeit- und kosteneffizientere Datenanalysemethoden benötigt, um die großen Volumen an Daten wirtschaftlich zu verarbeiten.

Bluetooth

beschreibt einen Technologiestandard für drahtlosen Datenaustausch über kurze Distanzen. Radiowellen im UHF-Bereich dienen dabei als Übertragungsmedium zwischen mehreren mobilen oder festen Geräten. Durch Verstärker kann die normale Reichweite von 10 m auf bis zu 100 m erweitert werden.

BTO

siehe Build to order

Build to order

Fertigung nach Auftrag

Business Model Canvas

ist eine Methodik zur Erstellung oder Dokumentation eines Geschäftsmodells. Dazu wird ein Plakat mit neun verschiedenen Elementen ausgefüllt, das u.a. die Wert-Zusammensetzung des Unternehmens und der Produkte, der Infrastruktur, der Kunden und der Finanzen beschreibt. Ziel ist es, trade-offs zu identifizieren und Aktivitäten entsprechend auszurichten.

C-Teile-Management

wird zur Optimierung der Beschaffung von C-Teilen betrieben. Die Bezeichnung C-Teile geht auf die ABC-Analyse zurück. C-Teile weisen selbst einen geringen Warenwert auf. Im Gegensatz dazu verursachen sie hohe Bestell- und Prozesskosten.

Chaku-Chaku

japanische Bezeichnung für eine U-Zelle und bedeutet so viel wie „laden laden“ (siehe U-Zelle)

Chaotische Lagerung

oder auch dynamische Lagerhaltung ermöglicht die Optimierung der Nutzung der Lagerfläche, da den Materialien kein eindeutiger Platz zugeordnet ist. Freie Lagerplätze werden mit dem nächsten einzulagernden Material belegt. 

CIP
Continous Improvement Process

(engl. Continous Improvement Process) Siehe „Kontinuierlicher Verbesserungsprozess“ (KVP)

Cloud Computing

beschreibt die dynamische, bedarfsorientierte Bereitstellung von IT-Infrastruktur und -Ressourcen wie Speicherplatz oder Rechenleistung. Diverse Ressourcen werden dabei in Netzwerken (Internet, Intranet) von externen Servern angeboten. Durch Cloud Computing können IT-Infrastrukturkosten gesenkt werden, indem umfassende Installationen von Hard- & Software an jedem Rechner durch das genannte Prinzip ersetzt werden.

Connectivity

(deutsch Konnektivität) beschreibt die Vernetzungsfähigkeit von elektronischen Produkten sowie die elektronische Vernetzung von Personen und Maschinen. Über das „Internet der Dinge“ (siehe IoT) kommunizieren nicht mehr nur Menschen, sondern auch Maschinen miteinander, Konnektivität ist also ein wichtiger Trend in der heutigen Zeit.

CPPS

siehe Cyber-Physische-Produktions-Systeme

CPS

siehe Cyber-Phyische-Systeme

CTM

siehe C-Teile-Management

Customer Journey

ist ein Begriff aus dem Marketing. Er bezeichnet die Phasen, die ein Kunde vor der Entscheidung für den Kauf eines Produktes durchläuft. Der Kunde hat dabei verschiedene Berührungspunkte mit dem Produkt in Form von Werbung oder auch Bewertungsportalen. Die fünf Phasen sind Inspiration, Favorisierung, Wunsch, Anstoß und Umsetzung.

Cyber-Physische-Produktions-Systeme

Cyber-Physische-Systeme im Einsatz der produzierenden Industrie

Cyber-Physische-Systeme

verbinden die virtuelle Cyberwelt mit Objekten in der realen physischen Welt; umfassen Systeme, Produktions-, Logistik-, Engineering-, Koordinations-und Managementprozesse, die digital entwickelt wurden und durchgängig verzahnt sind

DaaS

(engl. Data as a Service) bezeichnet eine Dienstleistung, die das kundenspezifische Generieren, Sammeln und Managen von Daten beinhaltet. In Zeiten immer schwerer zu handhabenden Datenmengen (Big Data) können sich Firmen durch die Zuhilfenahme der Dienstleistung auf ihr eigentliches Kerngeschäft konzentrieren und von den Vorteilen professionell aufbereiteter Daten (Smart Data) profitieren.

Data as a Service

siehe DaaS

Datenbank

Datensammlung, die so organisiert ist, dass der Zugriff und die Änderung der Daten leicht möglich ist. Dabei können Daten in Form von Tabellen, Grafiken, Reports, ect. gespeichert werden. Der Zugriff, die Organisation und Auswahl der Daten in der Data Base erfolgt über Data Management Systeme.

Deming-Kreis

Deming Rad oder PDCA-Zyklus beschreibt einen iterativen vierphasigen Problemlösungsprozess, der seine Ursprünge in der Qualitätssicherung hat. PDCA steht für Plan–Do–Check–Act.

Design Thinking

ist eine Innovationsmethode zur Problemlösung und zur Entwicklung neuer Ideen. Hauptmerkmale sind die Fokussierung auf die Nutzersicht und die Einbindung von Menschen unterschiedlicher Disziplinen. Der iterative Prozess besteht aus 6 Schritten: Verstehen, Beobachten, Point-of-View, Ideenfindung, Prototyping und Verfeinerung.

DFMA

Design for manaufacturing and assembling, Montage- und fertigungsgerechte Produktgestaltung

Digital Twin

ist ein virtuelles 3D-Model/Projektion eines physischen Objekts. Digital Twins werden vielfältig in z.B. der Produktentwicklung (Design, Simulation, Optimierung), der Kontrolle und Wartung eingesetzt. Über Sensoren am physischen Modell werden Daten auf das virtuelle Model übertragen (oft über das IoT), so dass Letzteres eine identische und aussagefähige Abbildung darstellt.

Digitale Durchgängigkeit des Engineerings

Umfasst digitale Planungs- und Erklärungsmodelle, die eine effiziente Erstellung komplexer Modelle und die Validierung von Design-Entscheidungen ermöglichen

Digitales Shopfloor Management

Beschreibt den Einsatz von I4.0- bzw. IoT-Technologien im Shopfloor Management, um dessen Agilität und Transparenz zu steigern. Beispiele hierfür sind die Verwendung von Echtzeitdaten, Visualisierungen und der Einsatz von Apps.

DOE

Design of Experiments, ist eine Methodik zur Planung und statistischen Auswertung von Versuchen.

Edge Computing

beschreibt die Verlegung der Rechenleistung von zentralen Rechnern zu dezentralen Punkten eines Netzwerks (User, Sensoren oder Maschinen). Echtzeit wird dabei durch die Ortsnähe des Datenaustauschs zur Anwendung ermöglicht. Die verteilten Systeme werden oft durch das IoT miteinander verbunden.

Enterprise Resource Planning

siehe ERP

EPEI

Every Part Every Intervall, wird im Rahmen der Harmonisierung der Fertigung angewandt. Man versucht durch möglichst kleine Losgrößen jedes Produkt in einem definierten Zeitintervall einmal zu fertigen. Man darf dabei nicht weniger als die errechnete, kleinst mögliche Losgröße produzieren, da es sonst zu einem Rüstkollaps kommt.

Ereignisgesteuerte Informationsbereitstellung

Informationen werden immer dann generiert und verteilt, wenn ein relevantes Ereignis (z.B. Erreichung eines bestimmten Produktionsfortschritts) vorliegt

ERP

(engl. Enterprise-Resource-Planning) bezeichnet die bedarfsgerechte, zeitliche Planung und Steuerung von unternehmensinternen Ressourcen wie Personal, Material, Kapital, Betriebsmittel, Informationstechnik etc. Ziel ist ein effizienter Wertschöpfungsprozess und eine optimale Steuerung sämtlicher betrieblicher Abläufe. Zum Einsatz kommen dabei in der Regel sogenannte ERP-Systeme, welche die verschiedenen Ressourcen und Unternehmensbereiche effektiv aufeinander abstimmen. Funktionsbereiche solcher Software sind beispielsweise die Produktionsplanung, Materialwirtschaft und Controlling. Zur Anbindung des ERP-Systems an ein anderes firmeninternes Softwaresystem werden häufig APIs verwendet.

Erweitertes Signal-Kanban

ist eine Variante des Signal Kanbans. Entgegen des „normalen Signal-Kanbans“ werden beim erweiterten Signalkanban alle Behälter mit Karten versehen. Wird ein Teil entnommen, wird die Kanban-Karte auf eine Kanban-Tafel gehängt. Ist die Ziellosgröße erreicht (Signal), werden die zu produzierenden Kanban-Karten „abgearbeitet“.

Ex-Post Quality Control

beschreibt eine Qualitätskontrolle aus nachträglicher Sicht. Dadurch können Daten und Informationen generiert werden, die zu einem früheren Zeitpunkt noch nicht bekannt sein konnten. Diese „Überprüfung im Nachhinein“ wird häufig in Form von Audits durchgeführt.

Failure Mode and Effects Analysis

siehe FMEA

FiFo

First-In-First-Out-Prinzip, stellt sicher, dass die Produkte entsprechend ihrer Einsteuerungsreihenfolge auch den gesamten Prozess durchlaufen. Steht im Gegensatz zu dem scherzhaft FiNo genannten Phänomen (First in-Never-out), bei dem die Teile innerhalb des Prozesses in der Reihenfolge verwirbelt werden und einige erst dann wieder zum Vorschein kommen, wenn ein Teilejäger den Auftrag explizit sucht.

Fischgräten-Diagramm

siehe Ursache-Wirkungs-Diagramm

Fixed Position Stop

ist ein Instrument zur Qualitätssicherung und wird in Verbindung mit einer Andon-Tafel eingesetzt. Am Band sind zwei „Reißleinen“ angebracht. Eine von diesen dient dem direkten Bandstop bei Notsituationen, die andere zum Ruf eines Qualitätsverantwortlichen. Ist die Q-Reißleine gezogen, wird auf der Andon-Tafel ein Signal mit der Stationsnummer sichtbar und der Q-Verantwortliche so um Unterstützung an der Station gebeten. Dieser hat nun Zeit, das Q-Problem zu lösen und das Q-Signal zu löschen, bis das Band an einem zuvor definierten Punkt angekommen ist. Konnte der Q-Verantwortliche das Problem vor Erreichen des Punktes beseitigen und das Signal löschen, läuft das Band weiter. Falls nicht, bleibt das Band an diesem Punkt so lange stehen, bis das Problem gelöst und das Signal deaktiviert wurde. Oft erfolgt eine Meldung an das Produktionsmanagement, für den Fall, dass das Band länger als eine zuvor definierte Zeit auf Grund der Q-Meldung stehen bleibt. Das Management ist dann aufgefordert, eine Entscheidung über ein Fortführen der Produktion oder weiteren Produktionsstillstand bis zur dauerhaften Lösung des Problems zu treffen.

Flexible Menpower System

siehe FMS

Fluss-Layout

dient der Ermöglichung des One Piece Flow. Dazu werden die Arbeitsprozesse im Fluss der tatsächlichen Bearbeitung angeordnet.

FMEA

(engl. Failure Mode and Effects Analysis; dt. Fehlermöglichkeits- und Einfluss-Analyse), bezeichnet eine Methode die während der Produktentstehung eingesetzt wird, um präventiv möglichen Fehlerquellen und deren Auswirkungen bei neuen Produkte oder Leistungen zu erkennen und zu eliminieren.
Dabei wird zwischen System-FMEA, Design-/Konstruktions-FMEA und Prozess-FMEA unterschieden.

FMS

mit dem Flexible Menpower System deckt man Volumenschwankungen durch den unterschiedlichen Einsatz von Mitarbeitern in einem System ab. Das System (in der Regel eine U-Zelle/Chaku-Chaku-Linie) wird so dimensioniert, dass durch Aufstocken/Reduzieren der Mitarbeiterkapazität die Ausbringungsmenge verändert und somit der jeweiligen Anfrage angepasst werden kann.

GAE

Gesamtanlageneffektivität, siehe OEE

Gemba

Ort des Geschehens, Arbeitsplatz im Büro oder Produktion

Genchi genbutsu

jap. und bedeutet „Geh und sieh selbst“. Im übertragenen Sinne bedeutet das den Schreibtisch zu verlassen und sich die Dinge selbst vor Ort anzuschauen und nicht irgendwelchen Berichten zu vertrauen.

Genjitsu

jap. und bedeutet konkrete Umstände, Fakten

Gesamtanlageneffektivität

siehe GAE

Gewichtete Zykluszeit

die Zeiten eines Arbeitsgangs werden mit der rel. Häufigkeit ihres Vorkommens multipliziert und man erhält die gewichtete Zeiteinheit eines jeden Arbeitsgangs. Für die gewichtete Zykluszeit werden alle in der Station vorkommenden Arbeitsgänge entsprechend ihrer Gewichtung aufaddiert.

Hancho

jap. und bedeutet Verbesserungsmanager

Heijunka

jap. und bedeutet Produktionsglättung (siehe Nivellierte Produktion, Produktionsglättung, Line-Balancing). Bedeutet die Glättung ungleichmäßig auftretender großer Produktionsaufträge in kleinere, regelmäßige produzierte Produktionsmengen. Die Produktionsplanung erfolgt nach einem definierten Produktionsmuster, das für einen gewissen Zeitraum festgelegt wird.

HMI

(engl. Human Machine Interface) die Mensch-Maschine-Schnittstelle oder auch Benutzerschnittstelle definiert die Stelle bzw. Aktion mit der ein Mensch mit einer Maschine in Kontakt tritt. Sie beinhaltet neben der Bedienung der Maschine durch den Menschen auch die Bereitstellung von Informationen über die Maschine an den Menschen. Beispiel hierfür ist ein Fahrzeugcockpit mit Bedienelementen wie Pedalen, Lenkrad etc. sowie die visuelle Rückmeldung von Informationen wie beispielsweise die Geschwindigkeitsanzeige.

Horizontale Integration

Beschreibt das Vorgehen eines Unternehmens, den Material- und Informationsfluss verschiedener Abteilungen auf einer Hierarchieebene zu optimieren. Gleichzeitig bedeutet Horizontale Integration, dass Funktionen und Aufgaben von Bereichen auf einer Hierarchieebene eines Unternehmens miteinander verschmelzen.

Hoshin Kanri

bedeutet "strukturierter Planungsprozess" und gibt im Rahmen des kontinuierlichen Verbesserungsprozess eine klare Richtung (Hoshin) und einen Umsetzungsplan (Kanri) vor.

Human Machine Interface

siehe HMI

IIoT

(engl. Industrial Internet of Things) bezeichnet die Fokussierung des ursprünglich verbrauchsorientierten IoT auf industrielle Konzepte. Es dient der Verbesserung der betrieblichen Effektivität anhand intelligenter industrieller Systeme und kann sowohl im produzierenden Gewerbe, als auch in der Agrarwirtschaft, in Krankenhäusern sowie in Vertriebs- und Logistikunternehmen eingesetzt werden.

In-Line Quality Control

beschreibt eine in die Produktionslinie intergierte Qualitätskontrolle. Durch eine direkte Rückkopplung zu vorgelagerten Prozessschritten können Fehler automatisiert vermieden werden. Dadurch werden Qualitätsraten verbessert und Bedieneraufwände reduziert.

Inselfertigung

siehe Zellenfertigung. Die Inselfertigung ist die Zusammenfassung von Tätigkeiten und Ressourcen zur Herstellung einzelner Komponenten oder Produkte in Gruppen oder »Zellen«

Internet of Things

(engl. Internet of Things) beschreibt den Trend zur stetig zunehmenden Verwendung von intelligenten Gegenständen, die untereinander vernetzt sind und kommunizieren. Die erfassten Daten, z.B. durch Sensoren, sollen genutzt werden, um den Menschen bei seinen Tätigkeiten zu unterstützen. Oft wird IoT mit der Kommunikationstechnologie RFID assoziiert. Jedoch zählen auch andere drahtlosen Technologien, Sensoren und QR Codes zu dem Begriff.

Ishikawa-Diagramm

siehe Ursache-Wirkungs-Diagramm 

Jidoka

bedeutet Autonomation oder eine Automation mit „menschlichem Touch“. Ziel ist eine hundertprozentige Kontrolle der gefertigten Materialien noch während des laufenden Produktionsprozesses und nicht erst im Nachhinein. Jidoka bildet mit JIT die zwei tragenden Säulen des Toyota Produktionssystems.

JIS

Anlieferung von Produkten in der Reihenfolge, wie sie im Produktionsprozess verarbeitet werden

Just in sequence

siehe JIS

Kaikaku

jap., radikale Veränderung oder Neugestaltung ganzer Produktionseinheiten, Prozessketten oder Systeme

Kaizen

ist eine japanische Bezeichnung für „ständiger Verbesserungsprozess“ und setzt sich zusammen aus Veränderung (KAI) und gut (ZEN). Ähnliche Begriffe: KVP

Kanban

System zur Steuerung des Teilenachschubs mit dem Ziel niedriger Bestände nach dem Pull-Prinzip. Die Verbrauchsstelle meldet den Zulieferstellen einen Bedarf der je nach Kanban-Variante durch eine Karte, Leerbehälter oder definierten Gegenstand signalisiert wird.

Kanban-Formel

die Formel zur Berechnung eines Kanban-Kreislauf ist abhängig von dem eingesetzten Kanban-Prinzip (Behälter-/ oder Kartenkanban). Die Formel beinhaltet folgende Parameter: Anzahl der im Umlauf befindlichen Kanban; Teile je Behälter; Wiederbeschaffungszeit, Verbrauch, Sicherheitsfaktor. Die Bestimmung der Parameter bedarf größter Sorgfalt, da sonst das System im schlimmsten Fall unterdimensioniert ist und die Lieferkette abreißen kann.

Karten-Kanban

Steuerungselement und Informationsträger, die alle relevanten Daten für Produktion, Lagerung, Einkauf und Transport enthält

Kata

Mit 'Kata' wird eine Verhaltensroutine beschrieben, die Menschen befähigt, unmittelbar auf konkrete Situationen zu reagieren, Hindernisse aus dem Weg zu räumen und durch das Anstreben von Zielzuständen einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess in Gang zu setzen. Mit einer 'Verbesserungs-Kata' können Fragestellungen unterschiedlichster Art exemplarisch gelöst werden.

Zum Erlernen von Kata dient eine sogenannte 'Coaching-Kata'. Damit trainieren und unterstützen Führungskräfte ihre Teams in der Anwendung der Verbesserungs-Kata.

Kata ist das didaktische Prinzip, das in den ROI Lernfabriken für Schulungen und individuelle Trainings eingesetzt wird.

Kleinstmögliche Losgröße

bestimmt je Produkt die kleinste zu fertigende Menge ohne in einen Rüst-Kollaps zu gelangen. Diese Losgröße ist abhängig von der Netto-Maschinenverfügbarkeit und den auf der Maschine gefertigten Produkten (bzw. benötigten Rüstvorgängen). Unterschreitet man diesen rechnerischen Kennwert, wird zu viel Zeit für Rüstvorgänge aufgewendet und die zur Verfügung stehende Kapazität reicht für die Produktion der benötigten Mengen nicht mehr aus.

Konsignationslager

ist ein Lagerkonzept, bei dem die Ware eines Lieferanten erst in das Eigentum des Abnehmers übergeht, nachdem die Ware aus dem Lager von diesem entnommen wurde. Dazu wird von dem Lieferanten ein Lager in der Nähe des Abnehmers eingerichtet und verwaltet.

KPI

Key Performance Indicator = Relevante Kennzahlen, die für die Statusbestimmung nötig und aussagekräftig sind

Kundentakt

Der Kundentakt gibt an, wie viel Zeit für eine bestimmte Tätigkeit in Anspruch genommen werden soll, um die Kundennachfrage genau zum richtigen Zeitpunkt – just in time – zu befriedigen. Es ist ein berechneter Wert aus Kundennachfrage und Netto-Arbeitszeit

KVP

kontinuierlicher Verbesserungsprozess, ist eine Unternehmensphilosophie, bei der Mitarbeiter ständig um Verbesserungen bei ihrer Arbeit und den von ihnen hergestellten Produkten bemüht sind.

LCA

Low-Cost-Automation

Lean Administration

schlanke Ausrichtung der indirekten Bereiche

Lean Development

schlanke Ausrichtung der Produktentwicklung

Lean Management

Ist eine jap. Denkweise zur schlanken und flachen Organisation. Ziele des Lean Managements sind:

  • Weniger Verantwortungsebenen
  • Kürzere und diskretere Kommunikationswege
  • Effizientere und flexible Arbeitsweise möglich
  • Schnelle Umsetzung von Entscheidungen
  • Motivierte Mitarbeiter
Lean Production

Strategie der schlanken Produktion mit dem Ziel der Vereinfachung der Komplexität der Organisation und Verschlankung der Prozesse.

Lean SCM

schlanke Ausrichtung des Supply Chain Managements

Lean Sigma

Verbindung von Lean und Six Sigma

Lieferanten-Kanban

mit diesem Kanban-Typ wird die Materialversorgung zwischen Unternehmen und seinen Lieferanten auf Kanban-Basis gesteuert

Line Balance

ausbalancierte Produktion

Line Stop

Fixed Position Stop

Line-Balancing

siehe Produktionsglättung, Nivellierte Produktion, Heijunka
Bedeutet die Glättung ungleichmäßig auftretender großer Produktionsaufträge in regelmäßige kleinere Produktionsmengen. Ziel: auf die schwankende Nachfrage und Variantenreichtum des Marktes zu reagieren Vorteil: niedrigere Bestände, höhere Flexibilität, höhere Liefertreue

M2M

(engl. Machine-to-Machine) steht für jegliche Technologie, die es Endgeräten wie Maschinen ermöglicht sich untereinander zu vernetzen, Informationen auszutauschen und Aktionen ohne menschliches Eingreifen auszuführen. Oft verwendete Technologien sind Wi-Fi, Sensoren, RFID und Mobilfunknetze, sowie autonome Software zur Interpretation. M2M Kommunikation bildet die Basis für das Konzept „Internet of things“.

MES

(engl. Manufacturing Execution System) ist ein Produktionsleitsystem zur Produktionssteuerung. Es ist Teil des Fertigungsmanagementsystems auf einer prozessnahen Ebene, im Gegensatz zum ERP auf Unternehmensebene. Das MES bildet für jede Produktionsaufgabe die zugehörigen Prozesse inklusive der detaillierten Abläufe sowie der dafür benötigten Ressourcen ab.

Milk-run

Abfahren von verschiedenen, räumlich nahen Zulieferern in einer fest-definierten Route. Die Bezeichnung stammt aus dem Bereich der Milchwirtschaft. Auch dort wird die Milch von den Bauernhöfen durch einen LKW eingesammelt, der eine bestimmte Route abfährt.

Mindestbestand

Lagerbestand, der nicht unterschritten werden darf, um die Produktion / Lieferung auch in Notfällen aufrecht zu erhalten

Mindestbestandssteuerung

bei Erreichen des Meldebestandes erfolgt umgehend eine Bestellung an den Lieferanten (vorgelagerter Prozess, Einkauf oder direkt zum Lieferanten)

Mizusumashi

jap. für "Wasserläufer" und steht für den Materialversorger. Er ist verantwortlich für die Transporte zwischen dem Supermarkt und der Linie und steuert somit die Logistik und Entsorgung.

Mobile Devices

(deutsch „mobile Endgeräte“) bezeichnet Endgeräte zur Sprach-, Bild- und Datenkommunikation, die aufgrund ihrer Größe und ihres Gewichts mobil einsetzbar sind. Beispiele hierfür sind Smartphones, Tablets oder PDAs.

Mobile Endgeräte

Ermöglichen den Anwendern, Dienste über drahtlose Netzwerke oder lokal verfügbare mobile Anwendungen zu nutzen (z.B. Mobile Scanner, Smart-Phones, Tablet-PCs)

Motion Economy

Bewegungslehre, um die Abläufe im Mikrobereich so effizient wie möglich zu gestalten

Muda

bedeutet Verschwendung, siehe 7 Arten der Verschwendung

Mura

Unregelmäßigkeit der Prozesse (jap., Unregelmäßigkeit)

Muri

Überlastung der Mitarbeiter und Maschinen (jap., übermäßige Belastung)

Nagara

einfache Start-Schalter, die durch Einhand-Bedienung ausgelöst werden können

NFC
Near Field Communication

(Near Field Communication) beschreibt einen auf RFID basierenden Kommunikationsstandard für Datenaustausch zwischen zwei elektronischen Geräten (von denen zumindest eins gewöhnlich mobil ist) über kurze Distancen (ca. 4 cm). Eine verbreitete Anwendung ist das Micro Payment (Smartphones werden zum Bezahlen an ein entsprechendes Gerät gehalten).

Nivellierte Produktion

siehe Heijunka, Line-Balancing, Produktionsglättung. Bedeutet die Glättung ungleichmäßig auftretender Produktionsaufträge in kleinere Produktionsmengen.

NoSQL Database

bezieht sich auf ein System zur Datenspeicherung, die im Gegenteil zu konventionellen SQL Systemen, nicht auf Beziehungen basiert. Das Ziel eines solchen Systems ist oft eine einfachere Gestaltung, wofür Graphen, Schlüsselelemente oder Objekte anstelle von Beziehungsdefinitionen treten.

OEE

Overall Equipment Effectiveness: zentrale Kennzahl zur Messung und Steigerung der Maschinen-, Anlagen- und betrieblichen Produktivität (siehe auch GAE)

Offene virtuelle Arbeitsplattformen

Instrument, um Beteiligten im Engineering und Produktionsprozess einen flexiblen Zugang zu allen relevanten Informationen zu gewährleisten. Ermöglicht eine effiziente Kommunikation bei räumlich verteilten Teams.

One Piece Flow

Einzelstückfluss bzw. –weitergabe, Die Losgröße von 1 verhindert Verzögerungen und Materialstau (Zwischenlager).

One Point Lesson

bedeutet Kurzschulung zu einem bestimmten Thema. Auf einem Blatt wird alles erklärt, was z.B. bei der Wartung (oder Bedienung) von Anlagen und Maschinen beachtet werden muss.

Overall Equipment Effectiveness

siehe OEE

Pareto-Analyse

ist die „80/20-Regel“, wonach 20% aller Ursachen 80% der Ergebnisse bewirken. Wird auch häufig zur Auswahl der zu betrachtenden Produkte genutzt. Auch hier bestätigt sich oft die Regel, dass 20% der Produkte für 80% des Umsatzes verantwortlich sind.

Poka Yoke

vermeiden von Irrtum durch konstruktive Gestaltung eines Produkts, so dass während der Produktion kein Fehler gemacht werden kann.

Policy Deployment

siehe Hoshin Kanri, Strategische Planung, Zielvereinbarungsprozess

PPAP
Production Part Approcal Process

(engl. Production Part Approval Process; dt. Produktionsteil-Abnahmeverfahren)

Bemusterung und Freigabe von Serienteilen, die aus werkzeugfallenden Teilen anforderungskonform hergestellt werden.

PPAP ist ein Werkzeug des APQP und wird insbesondere in der Automobilindustrie eingesetzt.

Predictive Maintenance

(deutsch „vorausschauende Instandhaltung“) bezeichnet eine Instandhaltungsstrategie, in deren Rahmen vorbeugende Maßnahmen ergriffen werden, um potentielle Fehler schon vor deren Eintritt zu beheben. Beispiele hierfür sind ein intervallgesteuerter Ölwechsel oder der Austausch von Maschinenteilen in vorgeschriebenen zeitlichen Abständen.

Production on Demand

(deutsch „Produktion auf Abruf“) bezeichnet einen Produktionsprozess, in dem Waren erst produziert werden, sobald sie angefordert werden. Diese Strategie zielt auf eine skalierbare und variable Produktion ab, in der perfekt auf den Kunden zugeschnittene Güter auf Echtzeitdaten basierend hergestellt werden können.

Produktionsglättung

siehe Heijunka, Line-Balancing, Nivellierte Produktion. Bedeutet die Glättung ungleichmäßig auftretender Produktionsaufträge in kleinere Produktionsmengen.

Produktionssystem

stellt neben den Betriebsmitteln und Produktionsstätten auch das Regelwerk und die Methode dar, nach denen bestimmte Prozesse in der Produktion geführt werden

Protokoll

(bezogen auf einen Netzwerkprotokoll) legt die Kommunikationsregeln in Netzwerken fest, so dass ein gezielter Informationsaustausch zwischen den Gegenständen im Netzwerk stattfinden kann. Oft werden Protokolle in internationalen Standards oder bestimmten Industrien definiert und enthalten Regeln zu z. B. Syntax oder der Kommunikationssynchronisation. Netzwerkprotokolle gibt es sowohl auf Hardware als auch auf Softwareebene.

Prozess-Mapping

siehe Wertstromdesign. Visuelle Dokumentation/Darstellung von tatsächlichen Prozessen/Abläufen. Beschreibung der Ist-Situation, Grundlage für die Verschwendungssuche. Weitere Arten des Prozessmappings: Flussdiagramm, Blockflussdiagramm, Bereichsflussdiagramm, Input-Output-Diagramm

Prozessstabilität

Kennzahl, wie stabil ein Produktionsprozess verläuft

Prozesszeit

Summe der Zykluszeiten innerhalb eines Prozesses

PTCA-Zyklus

PDCA-Zyklus (engl.), auch Deming Kreis genannt. Ist ein Instrument zur Qualitätssicherung. Dieser Kreis beschreibt einen systematischen Problemlösungsprozess der sich aus der definierten Abfolge folgender Tätigkeiten zusammensetzt:

  • Planen (Problemanalyse/Maßnahmendefinition)
  • Tun (Maßnahmenrealisierung)? Checken (Wirksamkeitsprüfung)
  • Checken (Wirksamkeitsprüfung)
  • Agieren (Standardisieren/ bzw. bei Unwirksamkeit der Maßnahmen, Prozess wiederholen).
Pull-System

bedeutet ziehendes Produktionssystem: Material wird nur infolge eines Bestellimpulses bereitgestellt

Push-System

Gegenteil von Pull-System. Teile werden nach Beendigung eines Prozessschrittes dem nachfolgendem Prozessschritt ohne Bestellimpuls bereitgestellt, was schnell zu Überbeständen führt

Q7

sind die 7 Werkzeuge der Qualität. Diese sind quantitative Methoden zur Identifizierung von Problemen, sowie zu deren Lösung mit dem Ziel der kontinuierlichen Qualitätsverbesserung.
Teil der Q7 sind:
-Ishikawa-Diagramm
-Pareto-Diagramm
-Prüfblatt (engl. Check sheet)
-Qualitätsregelkarte (QRK)
-Programmablaufplan (PAP; engl. Flowchart)
-Histogramm
-Streudiagramm (engl. Scatterplot)

QCC

Quality Control Circle, Qualitätszirkel

QFD

Quality Function Deployment: Qualitätsplanung zur systematischen Berücksichtigung von Kundenwünschen in der Produktentwicklung

Quality Control Circle

siehe QCC

Quality Function Deployment

siehe QFD

RAMI 4.0

(Referenzarchitekturmodell Industrie 4.0) ist eine dreidimensionale Landkarte, die beschreibt, wie man das Thema Industrie 4.0 strukturiert angehen kann.

Realtime-Monitoring

Echzeitüberwachung  aller relevanten Produktionsprozesse, ermöglicht schnelle Erkennung von Abweichungen und sichert die Aktualität der planungs- und entscheidungsrelevanten Informationen

Referenzarchitektur

ist ein Begriff aus der Informatik und bezeichnet ein Modellmuster, das als Vorlage für eine Reihe von Architekturen von IT-Systemen dient. RAMI wird als Referenzarchitekturmodell für Industrie 4.0 bezeichnet.

RFID
Radio Frequency Identification

(Radio-Frequency Identification) beschreibt eine Identifikationstechnologie bei der der Datenaustausch über elektromagnetische Felder erfolgt. Mit RFID-Transpondern ausgestattete Objekte werden vom Lesegerät automatisch erkennt, was das Tracking dieser Objekte ermöglicht. Die Transponder enthalten Informationen zum Objekt, welche entweder passiv (nur durch Lesegerät aktivierbar) oder aktiv (Informationen können auch aktiv versendet werden) gespeichert sind.

ROI
ROI Management Consulting AG
Router

Netzwerk-Gerät zur Identifikation des nächsten Punkts im Netzwerk, an den ein bestimmtes Datenpaket gesendet werden soll. Dabei verbindet er mindestens zwei Netzwerke und bestimmt das Ziel des Datenpakets durch eine Statusprüfung der Netzwerke. Typische Anwendung ist der klassische WLAN-Router, der Endgeräte mit dem Internet verbindet.

Rüst-Kollaps

entsteht, wenn die produzierten Losgrößen im Verhältnis zu den Rüstvorgängen zu gering sind und die zur Verfügung stehende Anlagenkapazität durch die Rüstvorgänge übermäßig aufgebraucht wird und für die Produktion der benötigten Stückzahlen nicht mehr ausreicht. Siehe EPEI und Kleinstmögliche Losgröße

Rüstzeit

Zeitspanne von dem letzten Gutteil des alten Produktionsauftrages bis zum ersten Gutteil des neuen Produktionsauftrages in geplanter Produktionsgeschwindigkeit

SCADA
Supervisory Control and Data Acquisition

(Supervisory Control and Data Acquisition) Computersystem für Remote-Steuerung und -Kontrolle. Echtzeitdaten von verteilten Systemen werden gesammelt und ausgewertet (via IoT), um Informationen über den Zustand eines Geräts zu erhalten und diesen so kontrollieren zu können.

SCRUM

ist ein Vorgehensmodell zur Umsetzung von Lean Development im Projektmanagement. Das Modell basiert auf der Erfahrung, dass Entwicklungsprojekte zu komplex für einen allumfassenden Plan sind. Deshalb werden im Laufe des Projekts Zwischenergebnisse generiert um das Produkt sowie die Planung iterativ und inkrementell zu entwickeln und verbessern. Die empirische Verbesserung basiert auf Transparenz, Überprüfung und Anpassung. Im SCRUM Framework gibt es das SCRUM Team mit drei Rollen, den Product Owner, das Entwicklungsteam und den SCRUM Master. Das SCRUM Team schafft Transparenz bezüglich des Fortschritts und der Zwischenergebnisse gegenüber den Stakeholdern.

Sequentieller Pull

Sequentieller Pull nennt man eine Produktion nach dem FiFo Prinzip. Die Produktionsreihenfolge wird durch das System vorgegeben, der Zeitpunkt des Produktionsstarts jedoch erst durch den Bestellimpuls des Folgeprozesses

Set-up-time

siehe Rüstzeit

Shopfloor Management

darunter versteht man die Führung vor Ort. Häufig wird der Begriff in Zusammenhang mit einem umfangreichen Informations- und Steuerungssystem vor Ort genannt. In einem Besprechungsbereich werden die Gruppengespräche durchgeführt und alle notwendigen Kennzahlen und Aktivitäten/Informationen visualisiert. Oft wird auch ein sogenanntes T-Card System verwendet.

Sicherheitsbestand

siehe Mindestbestand

Sicherheitsfaktor

bestimmt die Höhe des Sicherheitsbestands bei der Kalkulation eines Kanban-Kreislaufs

Signal Kanban

Beim Signal-Kanban befindet sich nur an einem Behälter ein Kanban. Es handelt sich dabei um genau den Behälter, bei dessen Anbruch die Produktionslosgröße erreicht wird. Alle anderen Behälter werden ohne Kanban „geleert“. An der Maschine werden die eingehenden Kanban nach FiFo produziert. Da das System sehr intransparent ist, empfiehlt sich der Einsatz der Variante des erweiterten Signal-Kanbans.

Single Minute Exchange of Die

siehe SMED

Six Sigma

ist eine Methode des Qualitätsmanagements, mit dem Ziel die Prozessfehler zu minimieren und gleichzeitig eine Kundenbedürfnisse in den Vordergrund stellt. Es wird ein Sigma-Niveau bestimmt, das möglichst nah an sechs Sigma liegen soll, was eine Nullfehler-Quote beschreibt. Dazu werden Prozesse mithilfe statistischer Mittel beschrieben, gemessen, analysiert, verbessert und überwacht, was häufig mit der Methode DMAIC (Define, Measure, Analyze, Improve, Control) erreicht wird.

Smart City

beschreibt die auf neuen Technologien und Innovationen basierte Entwicklung in städtischen Gebieten. Informations- & Kommunikationstechnologie wird systematisch eingesetzt, um nachhaltige Städte (Ressourceneffizienz, Steigerung der Lebensqualität der Einwohner, Erhöhung der wirtschaftlichen Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit) zu schaffen. Dabei werden unter anderem Energiebereitstellung, Health Care Systeme, Bildungsinstitute, Städteplanung und Mobilität nach oben genannten Prinzipien ausgelegt.

Smart Data

beschreibt den Vorgang, aus Big Data (riesigen, z.B von Smart Products gesammelten Datenmengen) einen Mehrwert zu schaffen, in dem die Daten analysiert, verknüpft und ausgewertet werden. Erst durch diesen Prozess können die Daten gezielt und sinnvoll verwendet werden. Man spricht von einer „Veredelung“ der Daten. Smart Data bilden die Grundlage für sogenannte Smart Services (siehe Smart Services).

Smart Factory

(deutsch “intelligente Fabrik”) bezeichnet eine visionäre Fabrik, in der Produktionsmaschinen und Logistiksysteme selbstorganisiert Prozesse abwickeln – ohne menschlichen Eingriff. Der Begriff stammt aus der Hightech-Strategie der Bundesregierung als Baustein der Industrie 4.0. Smart Products, also Maschinen und Produkte, interagieren hier weitgehend selbstständig über das Internet der Dinge (IoT), die generierten Daten (Smart Data) werden in Echtzeit verarbeitet und machen so die menschliche Steuerung überflüssig.

Smart Products

sind intelligente, softwaregesteuerte, über das Internet verbundene Objekte wie Maschinen oder auch Endverbraucherprodukte, ausgestattet mit Sensoren. Sie sind in der Lage, Daten zu generieren, zu sammeln, zu verarbeiten und zu übertragen. Die gesammelten Daten werden als „Big Data“ (siehe Big Data) bezeichnet. Durch spezifische Analysen, Verknüpfungen und Verarbeitungen entsteht „Smart Data“ (siehe Smart Data), welche wiederum die Grundlage für Smart Services (siehe Smart Services) bilden.

Smart Services

stehen für die Kombination von digitalen und physischen Dienstleistungen, die auf den von Smart Products aggregierten Datenmengen - Smart Data genannt - aufbauen. Aus diesen Daten leiten Anbieter von Smart Services Informationen ab, welche in extrem agile und in Echtzeit erbrachte Dienstleistungen umgewandelt werden können. Verkauft werden solche Services in App-Stores oder anderen Online-Marktplätzen.

SMED

"Single Minute Exchange of Die" oder "Werkzeugwechsel im einstelligen Minutenbereich" stellt eine Methode zur Reduzierung der Rüstzeiten dar und ermöglicht somit die Reduzierung der Losgrößen für eine flexible und bedarfsgerechte Produktion.

Spaghetti-Diagramm

stellt die innerhalb eines bestimmten Zeitraums von einem Mitarbeiter zurück gelegten Wege dar.

SPC

Statistical Process Control: Methode zur Überprüfung der Prozessfähigkeit. Mit der kontinuierlichen Prozessüberwachung wird die Qualität des Prozesses geprüft und nicht das Endprodukt. Eingriffsgrenzen und Regelkreise unterstützen die Prozessqualität und damit auch die Produktqualität.

SPS

(speicherprogrammierbare Steuerung) ist ein Digitales Gerät, das zur automatischen Steuerung und Regelung von Maschinen und Anlagen eingesetzt wird. Der modulare Aufbau ermöglicht das Lesen und Ausgaben verschiedener In- und Outputarten. Die Funktionsweise einer SPS wird durch eine digitale Programmierung gesteuert und kann bei manchen SPSen verändert werden. SPSen sind robust und werden daher in der Industrie eingesetzt.

SQL Database

(Structured Query Language Database/Datenbank) Standardprogrammiersprache zum Lesen und Updaten von in Relational Database Management Systemen (RDBMS) gespeicherten Daten

Stage-Gate-Prozess

ist ein einfaches Meilenstein-Phasenmodell zur Entwicklung von Produktinnovationen. Ziel des Modells ist die Sicherung der Prozessqualität. Jede Stufe des Modells setzt sich aus bereichsübergreifenden Aktivitäten zusammen und endet mit einer Meilensteinanalyse.

Standard Work Combination Sheet

siehe SWCS

Standardisierung

dient der Vereinheitlichung und ist Grundlage für einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess (Kaizen). Alle Mitarbeiter im Unternehmen erhalten eine gleiche Informationsbasis, die sich beispielsweise auf Produktionsleistung, Layout der Anlagen, Bewegungsabläufe, Arbeitsweisen, Methoden, Zuständigkeiten oder Pflichten in Form von Texten, Skizzen, Tabellen, Mustern usw. bezieht.

Standards

breit akzeptierte und angewandte Regel oder Norm, stabilisierter Ausgangspunkt für die weitere Verbesserung

Statistical Process Control

siehe SPC

Supermarkt

Instrument des Pull-Systems, dient als kontrollierter Puffer in der Nähe des Verbrauchsorts bzw. der Linie. Supermärkte werden zur Produktionskontrolle benutzt, wenn kein kontinuierlicher Fluss möglich ist. Die Steuerung des Supermarkts folgt dem Prinzip „ist was weg, muss was hin“.

SWCS

Standard-Arbeits-Kombinations-Blatt, beinhaltet die Reihenfolge von Arbeitsschritten eines Arbeitsumfanges im Bereich der Maschinenbedienung. Mit Hilfe dieses Arbeitsblattes kann die Austaktung von Maschinenarbeitsplätzen bei Mehrmaschinenbedienung (Flexible Menpower System) insbesondere bei Chaku-Chaku-Linien erarbeitet werden.

SWS

Standard-Arbeitsblatt. Der standardisierte Prozessablauf wird auf einem Standard-Arbeitsblatt im Sinne von Arbeitsschritten niedergeschrieben. Auf diesem Blatt werden qualitätskritische Arbeitsschritte dargestellt, um deren Einhaltung sicherzustellen. Dieses Blatt dient zum Anlernen der Mitarbeiter sowie zur Kontrolle, ob der definierte Prozess auch eingehalten wird.

T-Card-System

wird oft in Zusammenhang mit dem Shopfloor-Management eingeführt. Es handelt sich dabei um eine Art Stundenplan, bei dem die zu erledigenden Tätigkeiten an einem Tag auf T-förmige Karten geschrieben werden. Ist die Aufgabe einer Karte abgearbeitet, wird diese umgedreht. Die andersfarbige Rückseite zeigt den Erledigungsgrad auf.

Taguchi-Methode

Versuchsmethode, die auf die Minimierung der Streuung um den Sollwert abzielt. Ziel ist, Produkte, Prozesse und Systeme möglichst robust zu gestalten, damit diese unempfindlich gegenüber Störeinflüssen sind.

Taktzeit

auch Arbeitstakt oder Takt genannt: ist die Zeit, in der jeweils eine Mengeneinheit fertiggestellt wird, damit das Fließsystem die Soll-Mengenleistung erbringt“. Siehe auch Kundentakt

Technology Stack

bezeichnet ein Softwarepaket, das die Infrastruktur für einen Computer zur Verfügung stellt. In Bezug auf einen einzelnen Rechner beinhaltet das Paket das Betriebssystem und die Laufzeitumgebung für Applikationen. In Bezug auf einen Server beinhaltet es alle Programme, Datenbank Software und die Rechnerumgebung für sämtliche Programmiersprachen.

Test Bed

ist eine wissenschaftliche Plattform oder ein Setting für Experimente, wo Theorien, Tools oder Technologien getestet werden können. Im Software Development werden einzelne, isolierte Module (Funktionen, Klassen, Bibliotheken) getestet.

Total Productive Maintenance

siehe Autonome Instandhaltung

Toyota-Produktionssystem

siehe TPS

TPM

siehe Autonome Instandhaltung

TPS

Toyota-Produktions-System, ist eine Konzeption, um jede Art der Verschwendung zu vermeiden, die sich im Laufe der Zeit bei der Firma Toyota herausgebildet hat und die ständig weiter entwickelt wird. 

TQC

Total Quality Control, ist eine ständige Qualitätssteuerung (-sicherung) sämtlicher Produkte und Prozesse, die das Unternehmen herstellt bzw. ausführt.

TQM

Total-Quality-Management, ganzheitliches Qualitätsmanagement

Traceability

Lückenlose Rückverfolgbarkeit und Zuordnung aller relevanten Daten und Prozessparameter von Produkten, Bauteilen, Chargen und Seriennummern

U-Zelle

U-förmige Produktions-Montagezellen, auch Chaku-Chaku-Linie genannt, um Verschwendung (z.B. lange Wege) so gering wie möglich zu halten (siehe 7 Verschwendungsarten). Diese Art der Produktionsweise findet man häufig in mechanischen Fertigungen oder auch bei Montagelinien.

Überproduktion

Verschwendungsart nach den 7 Verschwendungsarten. Überproduktion bezeichnet eine Herstellung von Gütern, die die Nachfrage übersteigt. Es entsteht dadurch ein Missverhältnis zwischen dem tatsächlichen Bedarf und dessen Deckung. Überproduktion gilt als Hauptverschwendung, die viele andere Verschwendungen nach sich zieht.

Ursache-Wirkungs-Diagramm

oder auch Fischgräten- und Ishikawa-Diagramm. Graphische Darstellung von Ursachen, die zu einem Ergebnis führen oder dieses maßgeblich beeinflussen.

Use Case

(Anwendungsfall) beschreibt die Funktionalität eines Systems in Eventschritten, indem Schnittstellen und Interaktionen zwischen dem Aktor und dem System (Aktorumgebung) beim Verfolgen eines gewählten Ziels definiert werden. Ein Aktor kann dabei jedes Objekt sein, welches in direkten Zusammenhang mit dem System steht (Mensch, Maschine, Zeit).

Verbrauchsgesteuert

die Produktion wird über den tatsächlichen Verbrauch der Fertigware gesteuert, d.h. es wird genau die Menge nachproduziert, die in einem definierten Zeitraum verbraucht wurde.

Verlust

siehe Verschwendung

Vernetzte Sensoren

Integrierte Sensoren, die (zumeist) über eine autonome Energieversorgung verfügen und Daten zumindest teilweise direkt vor Ort verarbeiten und drahtlos untereinander kommunizieren.

Verschwendung

alle Aktivitäten, die Ressourcen verbrauchen, aber keinen Mehrwert generieren. Siehe 7 Verschwendungsarten oder 7V

Vertikale Integration

bezeichnet das Vorgehen eines produzierenden Unternehmens, vor- oder nachgelagerte Produktionsschritte in den eigenen Produktionsprozess zu integrieren. Je weniger das Unternehmen fremdbezieht, desto höher ist der vertikale Integrationsgrad. Das Vorgehen dient der Optimierung der Wertschöpfungskette und ist somit eng mit der Frage nach „Make or Buy?“ verknüpft.

Virtuelle Fabrikplanung

Digitalisierung aller relevanten Betriebsmittel und Produkte, Kombination aus Bewegungs- und Bearbeitungssimulation und dynamischer Ablaufsimulation

Visuelles Management

das Visuelle Management ist die Kommunikationsbasis des Lean Production System und ist daher ein Kernbestandteil der Kaizen-Philosophie mit folgenden Aspekten:

  • Informationsvermittlung: Mitarbeiter an den sie oder ihre Arbeit direkt oder indirekt betreffenden Informationen teilhaben lassen und das "Mitdenken" der Mitarbeiter fördern. Die Information kann auch zum Steuern einzelner Prozesse genutzt werden. Z. B. für eine Nachschubsteuerung im Sinne von Kanban. Ist eine Lagerfläche leer, muss ein neuer Behälter nachproduziert werden etc.
  • Kommunikation von Arbeitsstandards und Vorgehensweisen: Explizite Wissensdokumentation der arbeitsrelevanten Informationen.
  • Visuelle Gestaltung der Arbeitsplätze und Prozesse: Schaffung einer Übersichtlichkeit, die jede Form der Abweichung vom Soll-Zustand erkennen lässt. Dies setzt natürlich voraus, dass Soll-Zustände festgelegt sind.
VMI

(engl. Vendor Managed Inventory) beschreibt ein Logistikkonzept, bei dem der Lieferant Zugriff auf Lagerbestands- und Nachfragedaten des Kunden hat. Der Bestand beim Kunden wird vollständig vom Lieferanten verwaltet und wieder aufgefüllt. Es wird zwischen drei Formen unterschieden: dem Continuous Replenishment, dem klassischen VMI und dem Consignment Inventory.

vorbeugende Instandhaltung

siehe Autonome Instandhaltung

Wandlungsfähige Produktionsanlagen

Produktionsanlagen sind in der Lage, unterschiedliche Werkstücke bzw. Produkte ohne Rüst- oder Anpassungsaufwand flexibel herzustellen

Werkstattfertigung

Fertigungsorganisationsform, bei welcher die Maschinen gleicher Funktion in Gruppen angeordnet sind.

Wertanalyse

Analysetechnik, die nach einem Arbeitsplan unter Verwendung einer Funktionsanalyse zur signifikanten Optimierung an Produkten und Prozessen führt

Wertschöpfung

alle Aktivitäten, die den Wert eines Produktes oder einer Dienstleistung erhöhen bzw. alles wofür der Kunde bereit ist zu zahlen.

Wertstrom

als Wertstrom bezeichnet man alle Arbeitsschritte die, innerhalb zu definierender Systemgrenzen, zur Herstellung eines Produktes notwendig sind.

Wertstrom-Mapping

siehe Wertstromdesign

Wertstromanalyse

siehe Wertstromdesign

Wertstromdesign

bezeichnet eine Methode zur ganzheitlichen Prozessoptimierung. Dabei werden Material- sowie Informationsflüsse und zeitliche Kopplung der Produktionsschritte vom Lieferanten bis hin zum Kunden ganzheitlich betrachtet. Es können auch Teilsegmente aus diesem Prozess betrachtet/analysiert werden.

WiFi

beschreibt eine Drahtlos- (Wireless-) Technologie, zur Verbindung zu einem drahtlosen, lokalen Netzwerks (WLAN). Eigentlich bezieht sich der Ausdruck WiFi auf die durch die WiFi-Alliance nach deren spezifischen Standards zertifizierten Geräte. Heute wird der Begriff jedoch oft auf alle WLAN-fähigen Geräte angewandt.

ZDF

Zahlen, Daten, Fakten statt ARD (Alle reden darüber)

Zellenfertigung

Die Zellenfertigung wird charakterisiert durch:

  • Produktion im Kundentakt
  • Arbeiten im Einzelstückfluss (One-piece-flow)
  • Die Zellen werden mit einfachen und schnell zu rüstenden Betriebsmitteln geplant
  • Die Stationen bearbeiten das Produkt autonom
  • Die Verkettung der Stationen erfolgt überwiegend manuell
  • Die Linien werden so aufgebaut, dass sie von einer Person bedient werden können

Vorteil: Erhöhung der Flexibilität, Verbesserung der Transparenz, Verkürzung der Durchlaufzeiten.

ZigBee

ist eine auf IEEE 802.15.4 basierende Spezifikation eines drahtlosen Netzwerks zur Übertragung von einfachen Daten in begrenzten, persönlichen Bereichen. Sie ist meist billiger und einfacher als andere Personal Area Networks wie Bluetooth oder WLAN. Typische Anwendungen sind Haushaltsgeräte, Lichttechnik oder Sensorennetzwerke.

Zykluszeit

Zeitspanne vom Beginn des ersten Arbeitsschrittes bis zum Abschluss der letzten Arbeitsschrittes innerhalb eines Arbeitsvorganges (in der Regel innerhalb einer Arbeitsstation)