Beratung für operative Exzellenz in der Produktion

Operative Exzellenz (Operational Excellence/OPEX) bedeutet, Strukturen, Prozesse und Verhaltensweisen im Unternehmen so auszurichten, dass eine lernende und sich kontinuierlich verbessernde Organisation möglich wird. Dabei zielt operative Exzellenz auf die ganzheitliche Verbesserung aller Unternehmensfunktionen. Besonders große Potenziale bietet der Ansatz dabei in Bereichen, die durch komplexe und dynamische Prozesse, eine Vielzahl an Schnittstellen, divergierende Perspektiven und hohen Performancedruck gekennzeichnet sind. Typischerweise zählen dazu Forschung & Entwicklung, Produktion sowie Supply Chain Management und Logistik. Hier hat OPEX das Potenzial, Verlust und Verschwendung entlang der kompletten Wertschöpfungskette zu reduzieren, was zu einer nachhaltigen Verbesserung der operativen und finanziellen Kennzahlen führt. Vier Kernelemente sind für den Erfolg von OPEX-Programmen entscheidend:

  • OPEX Organisation
    Die Basis für ein flexibles und schlagkräftiges Unternehmen ist eine global definierte, vernetzte und koordinierte Organisation. Von besonderer Bedeutung sind dabei die richtige Dimensionierung der Gesamtorganisation und die effiziente Gestaltung der Schnittstellen und Prozesse in der Linie und den Querschnittsbereichen. Eine weitere Erfolgsvoraussetzung ist die unternehmensweit eindeutige und klare Beschreibung der Rollen und Verantwortlichkeiten.
     
  • OPEX Standards
    Standardisierte Prozessabläufe und Arbeitsbeschreibungen im direkten und indirekten Bereich bilden das Fundament der operativen Exzellenz. Sie sind die Voraussetzung, um Abweichungen zu erkennen und einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess zu initiieren. Ein wichtiger Hebel beim Aufbau von Standards sind IT-Systeme wie ERP oder MES etc. Sie sorgen für die Abbildung, Durchführung und Vernetzung der Prozesse und die effiziente Beherrschung der Komplexität. Neben den prozessualen Standards spielen auch Technologie-, Planungs- oder Qualitätsstandards eine wichtige Rolle sowie der Einsatz eines effektiven Sets an Methoden, Werkzeugen sowie internen und externen Best Practices.
     
  • OPEX Zyklus & Kennzahlen
    Verbesserungsroutinen sind ein entscheidender Faktor für operative Exzellenz. Beginnend bei einem jährlichen Zyklus zur Initiierung und Umsetzung von strategischen Initiativen bis hin zur täglichen Verbesserung der Prozesse vor Ort im Rahmen des Shopfloor-Managements. Zur Initiierung und Steuerung der Verbesserungen sind eine klare OPEX Strategie und ein konsistentes Kennzahlensystem erforderlich. Auf dieser Basis sollte mit dem alle Mitarbeiter integrierenden Planungs- und Steuerungssystem Hoshin-Kanri die Übersetzung der Strategie auf beeinflussbare Kennzahlen aller Unternehmensebenen erfolgen.
     
  • Führungsexzellenz
    Nachhaltige operative Exzellenz kann nur erreicht werden, wenn sie auch als Führungsphilosophie gelebt wird. Ihr Kern ist das Streben nach kontinuierlicher Weiterentwicklung und effektiver Nutzung der Fähigkeiten und Kompetenzen der Mitarbeiter. Die Basis dafür bilden Coaching-Routinen (Coaching Kata), intensive individuelle Trainings und Qualifizierungsprogramme sowie ein strukturiertes und ganzheitlich ausgerichtetes Transformationsmanagement. 

ROI entwickelt auf Basis profunder Methodik und langjähriger Projekterfahrung OPEX-Ansätze, die exakt auf die unternehmensspezifischen Rahmenbedingungen und Strukturen zugeschnitten sind. Unser Fokus liegt dabei sowohl auf der Konzeption eines optimalen OPEX-Systems als auch auf der Identifikation und Realisierung operativer Potenziale. Der ROI-Ansatz gliedert sich in fünf Phasen:

  • Training & Transformation
    Die Qualifizierung der Mitarbeiter spielt im gesamten Projektverlauf eine zentrale Rolle. Bereits zu Beginn erhalten die Mitarbeiter intensive Schulungen, die sie zur aktiven Mitarbeit im Projekt befähigen. Durch den Einsatz von Train-the-Trainer Konzepten werden Multiplikatoreffekte erzeugt und eine weitreichende Verankerung des Wissens sichergestellt. Diese Aktivitäten werden durch ein Transformations- und Change-Management unterstützt, um Reibungsverluste zu minimieren und eine hohe Akzeptanz der Veränderungen zu erreichen.
     
  • Gap- & Potenzial-Analyse
    Der ROI OPEX-Scan bestimmt den Reife- und Implementierungsgrad der vier OPEX-Kernelemente im Unternehmen. Kombiniert mit weiteren Assessment Methoden werden strukturelle und operative Potenziale identifiziert. Das Ergebnis ist eine Fit/Gap-Analyse, die maßgeblich die weitere individuelle Vorgehensweise definiert. 
     
  • OPEX System
    In Zusammenarbeit mit dem Unternehmen werden notwendige Systemelemente konzipiert oder weiterentwickelt und in einem ganzheitlichen OPEX-System zusammengeführt. 
     
  • Rollout-Planung
    Die abteilungs- und werksspezifische Entwicklung von Roadmaps unter Berücksichtigung der vorhandenen Kapazitäten und Kompetenzen der Mitarbeiter bestimmt maßgeblich die Implementierungsgeschwindigkeit und den Erfolg der Veränderungen.
     
  • Implementierung
    Die pragmatische Implementierung erfolgt durch Leuchtturmprojekte, bei denen messbare Best Practice Ergebnisse im Fokus sind. Dabei werden die Mitarbeiter qualifiziert, um die Ergebnisse eigenständigen erreichen zu können – was zu einem hohen Commitment, Lerneffekten und nachhaltigen Akzeptanz der Veränderungen führt.
Zwei Männer in einer Industriehalle
Zwei junge Menschen an einer Mashine
©nd3000/©Kzenon/shutterstock.com

ROI-Projektansatz zur Operativen Exzellenz: Von der Potenzialanalyse zu messbaren Ergebnissen

Case Study

Bild einer Montagestraße für Autos mit Robotrarmen
©xieyuliang/shutterstock.com

Standards für Operative Exzellenz in einem internationalen Werksverbund

20 globale Werke eines Automobilzulieferers agierten weitgehend unabhängig voneinander. Um Wertschöpfungspotenziale zu erschließen, baute das Unternehmen gemeinsam mit ROI schnell das dazu notwendige OPEX-Knowhow auf und schuf strukturierte Operations-Prozesse, die international funktionieren.

Case Study

Bild einer Industrieanlage
©zhu difeng/shutterstock.com

OPEX – ROI Modell

Ein Stahlkonzern realisierte mit ROI an fast 200 Standorten eine OPEX-Strategie. Das Ziel: Energien für Veränderungen nicht einfach frei-, sondern fokussiert und ergebnisorientiert einsetzen. Damit operative Prozesse nicht nur besser, sondern exzellent werden.