Maintenance Excellence / Wartung und Instandhaltung in der Chemiewirtschaft

In der Chemieindustrie machen Maschinen und Anlagen sowie die für ihren Betrieb notwendigen Technologien einen wesentlichen Anteil des Unternehmenswertes aus. Zugleich bestimmen sie den Leistungsgrad einer Organisation. Gegenüber anderen Branchen fällt der Personalanteil zur Steuerung und Wartung von Maschinen- und Anlagenparks geringer aus, da dies automatisiert und über eine zentrale Messwarte erfolgt. 

Um der besonderen Rolle der Technik Rechnung zu tragen, bewegt sich diese auf einer Verantwortungsebene mit der Produktion– etwa in Form eines „Tandems“ aus Produktionsbetriebsleiter und technischem Betriebsleiter. Die Sicherstellung eines guten Anlagenzustands ist sowohl aus Sicherheits- als auch aus Leistungsgesichtspunkten ein erfolgskritisches Element in der Industrie. Hierdurch ergeben sich besondere Anforderungen im Hinblick auf mechanische Integrität und Inspektionen, aber auch der gezielten Eliminierung bzw. Vermeidung von technischen Stillständen. 

Prozesse planen und Risiken bewerten

Zwei „Hebel“ sind in diesem Kontext besonders wichtig: erstens, die Effizienz im Tagesgeschäft. Das betrifft z.B. einen möglichst schnellen und effizienten Ablauf von Reparaturen, der von einem schlanken und mit der Produktion integriertem Auftragsmanagementprozess gestützt wird. Gleichzeitig ist der Planungsgrad elementar. Gerade in der Chemieindustrie sind Vorbereitung und Einplanung das A und O, um verschiedene Gewerke möglichst effizient einzusetzen. Als Faustregel gilt, dass nicht geplante Maßnahmen etwa zwei- bis dreimal so teuer sind wie geplante. 

Der zweite große Hebel liegt in der Effektivität. Hier müssen Unternehmen sicherstellen, dass es gar nicht erst zu Ausfällen kommt. Diese vorausschauenden Aktivitäten sind häufig vom Tagesgeschäft ein Stück weit zu entkoppeln, damit diese Themen ausreichend Beachtung finden. Strukturierte Risikobewertung und Bad-Actor Analysen können helfen, differenzierte Instandhaltungsstrategien zu entwickeln und, gestützt durch z.B. digitale Werkzeuge, kostenoptimal aufzusetzen. 

Effizienz und Effektivität in der Instandhaltung verbessern

Trotz der hohen Relevanz der Instandhaltung ist diese in den Unternehmen in unterschiedlichen Reifegraden entwickelt. Drei „Basis-Elemente“ bieten Verbesserungschancen: Erstens, das Aufsetzen relevanter und schlanker KPI-Strukturen sowie eines damit verbundenen Performance Managements. Das zweite Grundmodul ist der Auftragsmanagementprozess. Dessen reibungsloses Funktionieren erfordert seitens der Produktion aussagekräftige Meldungen, richtige Priorisierung und eine zeitgerechte Bereitstellung der Anlagen. Drittens ist ein professioneller Planungsprozess zu nennen, der die unterschiedlichen Ressourcen optimal einsetzt und zwischen Technik und Produktion vereinbart ist. 

Mit Blick auf die Effektivität eröffnet insb. die objektive Bewertung von Analagenkritikalität und Bad-Actors die Möglichkeit, differenziert Instandhaltungsstrategien festzulegen. Dort, wo dies wirtschaftlich sinnvoll ist, bieten z.B. digital gestützte, zustandsbasierende Instandhaltungsansätze Chancen zur Kostenoptimierung und Erhöhung der Anlagenverfügbarkeit. 


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